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Altman suchte bei Musk-Vertrauten Beratung zur Versöhnung

Sam Altman, CEO von OpenAI, suchte im Februar 2023 Beratung bei Shivon Zilis, einer der engsten Vertrauten von Elon Musk, ob er einen lobenden Beitrag über Musk auf X (früher Twitter) veröffentlichen solle – wenige Tage vor der Tat. Ein gerichtliches Dokument, das im Rahmen des laufenden Rechtsstreits zwischen Musk und Altman eingereicht wurde, enthält einen privaten Text, in dem Altman Zilis fragt, ob es eine gute Idee sei, öffentlich Musk zu würdigen. Er begründete dies mit der Erinnerung an eine Nachricht von Musk, in der dieser sich über sein Fehlen in einem Foto aus den Anfängen von OpenAI beschwert hatte. Altman schrieb: „Sollte ich etwas Nettes über Elon tweeten? Ich habe schon lange vor, das zu tun, nachdem er mir per DM geschrieben hat. Wie sehr ich und andere ihn bewundern, wie entscheidend seine frühen Beiträge waren.“ Wenige Tage später veröffentlichte Altman tatsächlich einen Beitrag, in dem er betonte, dass die Gesellschaft unterschätze, „wie viel sie Elon verdankt, weil er den kollektiven Ambitionslevel zu einer Zeit erhöhte, als die Hoffnung auf die Zukunft schwand“. Der Text offenbart, dass Altman gezielt versuchte, die angespannte Beziehung zu Musk zu verbessern, nachdem dieser OpenAI zunehmend kritisch gegenübergetreten war, insbesondere wegen der zunehmenden Kommerzialisierung des Unternehmens. Zilis, die als Leiterin für Operations und Sonderprojekte bei Neuralink tätig ist und mit Musk vier Kinder hat, gilt als zentraler Vertrauensmann des Unternehmers. Ihre Kommunikation wurde als Beweismaterial in der Klage von Musk vorgelegt, der behauptet, OpenAI habe seine ursprüngliche Mission, künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) im öffentlichen Interesse zu entwickeln, verraten. Die Dokumente zeigen, dass die Spannungen zwischen den beiden Gründern bereits 2016 begannen. Musk war damals stark in die Unternehmensführung involviert, warnte jedoch vor der Konkurrenz und forderte klare Entscheidungen. Im September 2017 brach er schließlich mit einem emotionalen Statement: Er werde OpenAI nicht weiter finanzieren, solange keine klare Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens getroffen sei. Altman antwortete mit einer erneuten Beteuerung seiner Loyalität gegenüber der Non-Profit-Struktur. Diese Dynamik – Musk als Zorn ausbrechend, Altman als Versöhnung suchend – wiederholte sich sechs Jahre später in der Nachricht an Zilis. Der öffentliche Beitrag Altman war daher weniger spontan als strategisch geplant. Er diente als diplomatischer Schritt, um Musk zu besänftigen, nachdem dieser OpenAI mehrfach beschuldigt hatte, seine Gründungsprinzipien zu verraten. Die neuen Dokumente beleuchten die komplexe, oft hinter den Kulissen geführte Kommunikation zwischen zwei der einflussreichsten Figuren der KI-Szene – eine Beziehung geprägt von gemeinsamer Geschichte, tiefen Differenzen und ständiger diplomatischer Feinjustierung. Experten sehen in der Nachricht eine typische Strategie im Silicon Valley: öffentliche Versöhnung durch gezielte Kommunikation, verbunden mit privaten Verhandlungen. Zilis gilt als Schlüsselakteurin in Musk’s innerem Kreis, und ihre Rolle als Vermittlerin unterstreicht die Bedeutung persönlicher Netzwerke in hochpolitischen Tech-Streitigkeiten. OpenAI und Musk’s xAI sind heute Konkurrenten auf dem KI-Markt – doch die Geschichte zeigt, dass selbst Rivalitäten oft durch private Gespräche und symbolische Gesten beeinflusst werden.

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