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vor einem Monat
Generative KI
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RAM-Knappheit treibt Preise für Phones, Konsole und PCs in die Höhe

Die dramatische Zunahme der RAM-Nachfrage durch die KI-Revolution führt zu einer weltweiten Knappheit, die längst nicht mehr nur Computer und Server betrifft – sondern nahezu jedes Gerät mit einem eingebauten Computer. Die Preise für Speicherchips sind in den letzten Monaten um das Dreifache, Vierfache oder sogar Sechsfache gestiegen, da die drei dominierenden Hersteller – Samsung, SK Hynix und Micron – ihre Produktion vor allem für KI-Unternehmen priorisieren. Diese Unternehmen zahlen hohe Preise, um die benötigten Mengen zu sichern, was die Verfügbarkeit für andere Branchen stark einschränkt. Bereits 2025 zeigte sich ein Rekordjahr für Smartphone-Verkäufe mit etwa 1,25 Milliarden Geräten, doch Analysten von IDC, Omdia und Counterpoint warnen vor einem drastischen Umschwung. 2026 erwartet man steigende Preise, geringere Verfügbarkeit und möglicherweise sogar Produktionskürzungen. Qualcomm-Chef Cristiano Amon spricht von einem „100-prozentigen“ Rückgang im Smartphone-Geschäft, der durch den Speicherengpass verursacht wird. Für mittelklasse-Handys könnte die Speicherkostenquote von 15 bis 20 Prozent bedeuten, dass sich die Preise um bis zu acht Prozent erhöhen – bei günstigen Modellen sogar deutlich mehr. So könnte ein bisher 500-Dollar-Handy bald 600 Dollar kosten. Auch bei Flaggschiffen wie dem iPhone oder Pixel 10A bleibt die RAM-Größe stagnierend: Statt 16 GB bei Pro-Modellen bleibt es bei 12 GB. Apple selbst, das traditionell starke Verhandlungspositionen hat, sieht sich nun unter Druck, da es nach Angaben von ZDNet Korea bis zu 100 Prozent mehr für Speicher zahlen muss. Auch die Spieleindustrie leidet: Der Nintendo Switch 2 könnte teurer werden, die PS6 könnte bis 2028 oder 2029 verschoben werden. Valve hat den Steam Deck bereits auf 549 Dollar erhöht und die Steam Machine verschoben. Der Lenovo Legion Go 2 und der MSI Claw 8 AI Plus sind teurer geworden oder enthalten weniger Leistung. PCs sind besonders betroffen, da sie mehr RAM und SSDs benötigen. Die Preise für SSDs stiegen binnen eines Quartals um 90 Prozent. Hersteller wie Lenovo, Dell, HP, Asus und Acer planen Preiserhöhungen zwischen 10 und 30 Prozent. Framework berichtet, dass die Kosten pro Gigabyte von 10 auf bis zu 16 Dollar gestiegen sind, was zu Preiserhöhungen von 6 bis 16 Prozent führt. Auch Lenovo, das RAM vorsorglich lagert, musste die Preise um 40 bis 50 Prozent erhöhen. Die Hersteller selbst wissen: Die Lösung kommt erst 2028. Intel-Chef Lip-Bu Tan und Micron bestätigen, dass neue Fabriken erst ab 2027 in Betrieb gehen und erst 2028 echte Mengen liefern werden. SK Hynix rechnet mit einer Dauer der Knappheit bis Ende 2027. Die großen Speicherhersteller ziehen vorsichtig nach, da Überproduktion in der Vergangenheit zu Verlusten führte – ein Risiko, das sie nun vermeiden wollen. Bewertung: Die RAM-Knappheit ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern das Ergebnis einer strukturellen Umverteilung der globalen Halbleiterproduktion hin zu KI. „RAMageddon“ wird die Preise für Konsumgüter über Jahre hinweg beeinflussen. Experten wie Dylan Patel von SemiAnalysis sehen in der langfristigen Planung der Hersteller eine bewusste Strategie: Gewinnmaximierung statt schneller Kapazitätsausweitung. Für Verbraucher bedeutet das: höhere Preise, weniger Innovation und längere Wartezeiten – auch wenn man kein eigenes Gerät baut. Die KI-Ära hat nun auch den Alltag auf den Kopf gestellt.

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