Künstliche Intelligenz treibt Gehälter für Content-Strategen in die Höhe
Die KI-Revolution verändert den Arbeitsmarkt grundlegend – und macht kreative Fähigkeiten zu einem der wertvollsten Gut in der Technologiebranche. Ein Beispiel hierfür ist die Stellenausschreibung von OpenAI für eine Content-Strategin mit einem Gehalt zwischen 310.000 und 393.000 US-Dollar jährlich plus Equity. Dies entspricht einem Niveau, das traditionell für Senior-Engineering-Rollen reserviert ist. Die Stelle verlangt Erfahrung in Content-Strategie, Copywriting oder Wachstumsmarketing bei hochwachsenden Unternehmen oder renommierten Marken. Die neue Mitarbeiterin soll die Stimme und den Ton von ChatGPT.com definieren, Inhalte schreiben, editieren und veröffentlichen, die sowohl für Unternehmen als auch für private Nutzer ansprechend sind. Auch Meta zeigt, dass Content-Experten im KI-Zeitalter hoch geschätzt werden: Für eine Stelle als „Content Engineer“ im Bereich generativer KI bietet das Unternehmen ein Gehalt von 159.000 bis 223.000 US-Dollar plus Bonus und Anteile. Gesucht werden Personen mit Hintergrund in Journalismus, kreativem Erzählen, Film, visueller Kunst oder digitaler Storytelling, die zudem mindestens ein Jahr Erfahrung mit GenAI-Produkten, Prompt-Engineering oder Inhaltsetikettierung nachweisen können. Dieser Trend ist nicht isoliert. Duolingo suchte kürzlich nach einem Director of Social Media mit einem Höchstgehalt von 342.000 US-Dollar, PayPal stellte eine Stelle als Head of CEO Content mit bis zu 240.000 US-Dollar aus. Laut dem PwC Global AI Jobs Barometer 2025 steigen die Gehälter in KI-exponierten Branchen doppelt so schnell wie in anderen Sektoren, und Fachkräfte mit KI-Kompetenzen erhalten durchschnittlich eine 56-prozentige Gehaltserhöhung. Die Analyse basiert auf 841 Millionen Stellenanzeigen aus 24 Ländern. Neue Berufsbezeichnungen tauchen auf: Laut der Autodesk AI Jobs Report 2025 stieg die Zahl der Stellen für „AI Content Creator“ im vergangenen Jahr um 134,5 Prozent. Auch Startups setzen verstärkt auf kreative Inhalte: Der KI-Startup Cluely, der sich auf „AI-Unterstützung bei Prüfungen“ spezialisiert hat, setzt auf Influencer-Marketing, um Plattformen wie Instagram und TikTok zu dominieren. CEO Chungin „Roy“ Lee erklärte in einem Podcast, dass sein Ziel sei, 1 Milliarde Aufrufe auf allen Plattformen zu erreichen – ein klares Signal dafür, dass Content im Zeitalter der KI nicht nur relevant, sondern entscheidend für Wachstum ist. Die steigenden Gehälter für Content-Experten zeigen: KI automatisiert Prozesse, aber die menschliche Kreativität, Empathie und strategische Tiefe bleiben unersetzlich. Unternehmen investieren massiv in Menschen, die nicht nur Inhalte erstellen, sondern Markenidentität, emotionale Resonanz und strategische Kommunikation gestalten können. Industrieanalysten sehen darin eine nachhaltige Veränderung: „Die KI hat nicht die Notwendigkeit für Content-Strategen verringert, sondern deren Bedeutung exponentiell erhöht“, sagt eine Expertin von Gartner. „Wer weiß, wie man mit KI kreative Inhalte skaliert, ohne den menschlichen Touch zu verlieren, ist Gold wert.“ OpenAI, Meta und andere Tech-Riesen setzen damit auf eine neue Generation von „Kreativen im Zeitalter der KI“ – die nicht nur schreiben, sondern die Zukunft der digitalen Kommunikation gestalten.
