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vor 3 Monaten
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AMD und Meta schließen Megadeal für 6 GW Rechenzentrumsleistung mit maßgeschneiderten GPUs

AMD hat einen umfassenden, fünfjährigen strategischen Vertrag mit Meta Platforms abgeschlossen, der sich in mehrfacher Hinsicht an die kürzlich mit OpenAI vereinbarte Kooperation anlehnt. Beide Deals beinhalten insgesamt 6 Gigawatt an Rechenzentrumsleistung aus Rechen-, Speicher- und Netzwerkkomponenten sowie eine Warrant-Option auf 160 Millionen AMD-Aktien – ein strukturell ähnliches Anreizmodell, das die Partner an den Erfolg der gemeinsamen AI-Infrastruktur bindet. Der neue Vertrag mit Meta beginnt im zweiten Halbjahr 2026 mit der Bereitstellung von 1 Gigawatt an Systemen basierend auf dem maßgeschneiderten MI450-GPU-Accelerator und dem gemeinsam mit Meta entwickelten „Helios“-Open-Rack-Wide-v3-Racksystem. Über fünf Jahre sollen insgesamt 6 Gigawatt bereitgestellt werden, was bei einer durchschnittlichen Leistung von 500.000 bis 600.000 GPUs pro Gigawatt auf etwa 3,3 Millionen MI400-Serie-Äquivalente hinausläuft. Bei einem durchschnittlichen GPU-Preis von 35.000 US-Dollar ergibt sich ein Hardware-Verbrauch von rund 115,5 Milliarden Dollar – also etwa 23,1 Milliarden pro Jahr. Hinzu kommen Kosten für Racks, Netzwerke (einschließlich AMDs Pensando DPUs), Speicher sowie Energie- und Kühlsysteme, sodass sich der Gesamtwert pro Gigawatt auf etwa 35 Milliarden Dollar beläuft. Ein zentraler Unterschied zu früheren Deals ist die technische Tiefe: Meta erhält erstmals einen maßgeschneiderten MI450X-Accelerator, der speziell auf deren Inferenzarbeitslasten abgestimmt ist. Laut CFO Jean Hsu war kein zusätzlicher Tapeout nötig, was auf eine flexible Chiplet-Architektur hindeutet. Mögliche Anpassungen betreffen HBM-Speicher, Taktraten oder die Aufteilung zwischen Tensor- und Vektor-Kernen – je nachdem, ob Leistung, Energieeffizienz oder Kosten pro Watt im Fokus stehen. Zusätzlich wird Meta die kommenden „Venice“-Zen-6-Epyc-9006- und „Verrano“-Zen-7-Epyc-9007-CPU-Generationen für seine Helios-Racks und allgemeine Anwendungen wie Facebook und Instagram einsetzen. Der Deal ist ein klarer Sieg für AMD, der sich in der AI-Hardware-Landschaft weiter etablieren will. Mit dem Vertrag und dem OpenAI-Deal verfügt AMD bereits über 2 Gigawatt an vertraglichen Verpflichtungen – eine solide Grundlage für die Beschaffung von Material und Fertigung. Die Warrants auf 160 Millionen Aktien, die bei Erreichung von Meilensteinen und einem Anstieg des AMD-Kurses auf 600 Dollar (bis 2030) ausübbar sind, könnten den Wert der Aktienpakete bei beiden Partnern auf insgesamt rund 69 Milliarden Dollar bringen – ein signifikanter „Sonderbetrag“ im Rahmen der Hardware-Abrechnung. Dies entspricht etwa zwei Gigawatt an Systemkapazität und stellt eine Art „Aktienfinanzierung“ dar, die AMD gegenüber Nvidia günstiger macht, wenn man die Preisvorteile bei den Rechenkernen und Racks berücksichtigt. Indirekt könnte AMD bei Meta bis zu 40 Prozent des AI-Accelerator-Marktes erreichen – hinter Nvidia mit 50 Prozent, aber deutlich vor eigenen MTIA-Chips und möglichen Google TPUs. Insgesamt könnte Meta bis 2030 rund 600 Milliarden Dollar in Rechenzentren investieren, wovon die AI-Hardware etwa 327 Milliarden ausmacht. Diese Schätzung basiert auf groben Annahmen, ist aber plausibel angesichts der ambitionierten Roadmaps. Industriebeobachter sehen in dem Deal einen Wendepunkt: AMD setzt auf langfristige Partnerschaften mit Top-Kunden, während Meta seine Infrastruktur unabhängig von Nvidia aufbaut. Lisa Su fasste es treffend zusammen: „Wir setzen groß auf Meta, und Meta setzt groß auf AMD.“ Ein klares Signal für eine neue Ära der AI-Hardware-Kooperationen.

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