Lorde kritisiert Ray-Ban-KI-Brille als „nicht sexy“
Während ihres Auftritts am Mad Cool Festival in Madrid hat sich die Sängerin Lorde eindeutig gegen KI-gestützte Smart Glasses geäußert. Zwischen ihren Songs wandte sie sich direkt an das Publikum und erklärte: Fuck the glasses. Don't get the glasses. Not sexy. Obwohl sie keine spezifischen Marken nannte, traf ihre Aussage klar die Ray-Ban Meta KI-Brillen, die als Hauptsponsor des Festivals prominent präsentiert wurden. Im weiteren Programm trat zudem Jennie von Blackpink auf, die als offizielle Botschafterin der Ray-Ban Meta Linie in Werbekampagnen auftritt. Lordes Kritik fällt in eine Phase verstärkter öffentlicher und regulatorischer Aufmerksamkeit für das Technologieunternehmen Meta. Während die aktuelle Generation der Brillen bereits über sieben Millionen verkaufte Einheiten verbuchen konnte, äußern Datenschutzexperten weiterhin Bedenken hinsichtlich der nicht immer sichtbaren Aufzeichnung von Passanten. Ungeachtet dieser Debatte sollen bei Meta bereits Prototypen einer nächsten Generation entwickelt werden, die mit durchgehend aktiver Videoaufzeichnung ausgestattet sein sollen. CEO Mark Zuckerberg hat wiederholt dargelegt, dass die erfolgreiche Massenakzeptanz dieser Wearables maßgeblich vom modischen Design abhängen wird. Lordes öffentliche Einstufung der Technologie trifft somit einen zentralen Nerv der aktuellen Marktkommunikation. Die Sängerin, die in ihrer Karriere wiederholt die negativen Aspekte der Digitalisierung thematisiert hat, verfügt über hohe Sichtbarkeit im internationalen Modediskurs. Ihre Stellungnahme verdeutlicht die wachsende gesellschaftliche Kluft zwischen dem rasanten technologischen Fortschritt im KI-Bereich und dem wachsenden Wunsch nach digitalen Detox-Phasen. Für die Tech-Branche stellt die öffentliche Äußerung einer A-List-Persönlichkeit eine relevante Hürde dar, wenn die intelligente Brille ihren Weg vom Nischenprodukt in den alltäglichen Mainstream-Antrieb finden soll. Die Industrie steht weiterhin vor der Aufgabe, funktionale KI-Integration, ästhetische Ansprüche und transparente Datenschutzstandards in Einklang zu bringen.
