Instagram verschärft Jugendschutz: Teens erhalten nun PG-13-Standard
Instagram wird ab sofort die Inhalte für Nutzer unter 18 Jahren nach dem PG-13-Filmrating standardisieren. Dabei werden Teen Accounts automatisch in eine verbesserte 13+-Einstellung überführt, die Inhalte ähnelt, wie sie in einem PG-13-films zu sehen sind – also mit gelegentlichen Andeutungen, leichten Sprachschwüren oder riskanten Szenen, aber ohne explizite Gewalt oder Sexualität. Teens können diese Einstellung nicht manuell deaktivieren, ohne die Zustimmung eines Elternteils. Um Eltern noch mehr Kontrolle zu geben, führt Meta zudem eine neue, strengere Option namens „Beschränkter Inhalt“ ein, die auch Kommentarfunktionen entfernt und die Interaktion mit KI-Systemen weiter einschränkt. Diese Maßnahmen basieren auf umfangreichen Tests und Feedback von über drei Millionen Eltern weltweit, die Inhalte bewerteten, die ihren Kindern angezeigt wurden. Eine Umfrage durch Ipsos ergab, dass 95 % der US-Eltern die neuen Einstellungen als hilfreich einschätzen und 90 % sie als klarer und verständlicher empfinden. Technisch unterstützt wird dies durch verbesserte KI-Systeme, die Inhalte automatisch erkennen und verbieten, wenn sie gegen die PG-13-Regeln verstoßen – auch wenn Nutzer ihre Altersangabe manipulieren. Dazu gehören die Blockierung von Suchbegriffen wie „Alkohol“ oder „Gore“, die Sperre von Accounts mit unangemessenem Inhalt, die Verhinderung von Interaktionen mit solchen Nutzern und die Filterung von unangemessenen Inhalten in Empfehlungen, Stories, Feed und DMs. Die Änderungen werden ab sofort in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada schrittweise ausgerollt und bis Ende des Jahres weltweit verfügbar sein. Meta plant zudem, die Schutzmaßnahmen auf Nutzer auszuweiten, die sich als Erwachsene ausgeben, und ähnliche Einstellungen auch auf Facebook zu implementieren. Die neuen Richtlinien stellen den bisher umfassendsten Schritt zur Inhaltsregulierung für Jugendliche auf Instagram dar. Experten loben die datenbasierte Herangehensweise und die Einbindung von Elternfeedback, sehen aber auch Herausforderungen bei der Genauigkeit der Alterserkennung und der Balance zwischen Sicherheit und Freiheit. Meta bleibt dabei, die KI-Systeme kontinuierlich zu optimieren. Die Einführung von „Limited Content“ zeigt, dass das Unternehmen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Familien eingeht – besonders in einer Zeit, in der Eltern zunehmend nach Transparenz und Kontrolle verlangen.
