Südkorea und NVIDIA gründen KI-Forschungslabor
Auf dem aktuellen KI-Gipfel in San Francisco hat Südkorea seine strategische Zukunftsvision für den KI-Sektor vorgestellt. Präsident Jae Myung Lee traf sich mit NVIDIA-Gründer Jensen Huang sowie führenden Vertretern aus Wirtschaft und Forschung, um den Ausbau des südkoreanischen KI-Ökosystems zu koordinieren. Auf einen Besuch Huangs im vergangenen Monat folgen nun konkrete Kooperationsvereinbarungen, die das Ziel verfolgen, Südkorea zum globalen Zentrum der KI-Innovation zu entwickeln. Der zentrale Meilenstein des Gipfels ist die Einrichtung eines gemeinsamen KI-Forschungslabors an der KAIST in Seoul. Es handelt sich um das erste Kooperationslabor zwischen einer südkoreanischen Hochschule und einem internationalen Technologiekonzern. Das Projekt vereint die Full-Stack-KI-Expertise von NVIDIA, die Nemotron-Open-Models sowie Rechenressourcen der NVIDIA AI Cloud mit dem wissenschaftlichen Potenzial der KAIST und konzentriert sich primär auf die Weiterentwicklung agentic AI. Parallel dazu wurde die strategische Partnerschaft mit dem SK-Konzern intensiviert. Nach den im Juni getroffenen Absprachen zur gemeinsamen Entwicklung spezialisierter Speichertechnologien für NVIDIA-Plattformen, die Bereiche wie KI-Infrastruktur, persönliche und physische KI umfassen, hat SK Telecom weitere Infrastrukturprojekte angekündigt. Diese sollen die industrielle Transformation in Robotik und physischer KI vorantreiben. Die Bündelung aus akademischer Exzellenz, industrieller Fertigungskraft und internationaler Chip-Architektur untermauert das nationale KI-Programm Südkoreas. Die auf dem Gipfel geschlossenen Abkommen beschleunigen den Transfer von Grundlagenforschung in marktreife Lösungen und festigen die Position des Landes in der globalen Wertschöpfungskette für künstliche Intelligenz.
