Argonne kooperiert mit RIKEN, Fujitsu und NVIDIA für AI in der Wissenschaft und zukünftige Rechenleistung
LEMONT, Ill. – Das Argonne National Laboratory des US-amerikanischen Energieministeriums (DOE) hat eine neue Partnerschaft mit RIKEN, Fujitsu Limited und NVIDIA vereinbart. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung (MOU) am 27. Januar soll die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC) vorangetrieben werden, um wissenschaftliche Entdeckungen zu beschleunigen. Das Projekt ist Teil der nationalen Initiative „Genesis Mission“ des DOE, die darauf abzielt, durch bahnbrechende KI-Fähigkeiten die wissenschaftliche Forschung voranzutreiben, die nationale Sicherheit zu stärken und Innovationen im Energiebereich voranzutreiben. Die Kooperation baut auf einer früheren Vereinbarung zwischen Argonne und RIKEN aus dem Jahr 2024 auf. Jetzt arbeiten die vier Organisationen gemeinsam an der Entwicklung zukünftiger Recheninfrastrukturen, an der Erstellung und Bewertung von Systemsoftware und Anwendungen für Wissenschaft und Ingenieurwesen sowie an der Förderung fortschrittlicher KI-Technologien zur Beschleunigung wissenschaftlicher Entdeckungen. Laborleiter Paul Kearns betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Diese Kooperation ist ein entscheidender Schritt, um das transformative Potenzial von KI und HPC zu nutzen, um drängende wissenschaftliche Herausforderungen in den Bereichen Energie, nationale Sicherheit und Grundlagenforschung zu bewältigen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlagen für zukünftige Rechenarchitekturen und KI-getriebene wissenschaftliche Entdeckungen, die den Zielen der Genesis Mission entsprechen.“ Zu den geplanten Aktivitäten gehören gemeinsame Treffen, Workshops und die Einbindung der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf mehrere Schlüsselbereiche: Entwicklung leistungsfähiger Rechenplattformen, Optimierung von Software für wissenschaftliche Anwendungen, Forschung an KI-Algorithmen zur Analyse großer Datensätze und Integration von KI in simulationsbasierte Forschung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Nutzung von KI zur Beschleunigung von Entdeckungen in der Materialwissenschaft, der Energieerzeugung, der Klimaforschung und der Sicherheit von Infrastrukturen. RIKEN, Japans führendes Forschungsinstitut, bringt umfangreiche Erfahrung in HPC und KI-Entwicklung mit, insbesondere durch seine Arbeit am Fugaku-Supercomputer. Fujitsu trägt seine Expertise in der Entwicklung von Rechenarchitekturen und Systemintegration bei, während NVIDIA durch seine fortschrittlichen Grafikprozessoren (GPUs) und KI-Plattformen die Rechenleistung für komplexe wissenschaftliche Berechnungen bereitstellt. Die Kooperation zielt darauf ab, die Grenzen der bisherigen Rechenleistung zu überschreiten und gleichzeitig die Effizienz und Skalierbarkeit von KI-Modellen zu verbessern. Die Zusammenarbeit ist ein klares Zeichen dafür, dass internationale Partnerschaften im Bereich HPC und KI zunehmend entscheidend für wissenschaftliche Fortschritte werden. Sie unterstreicht auch die wachsende Bedeutung von KI als Schlüsseltechnologie für die Lösung globaler Herausforderungen. Durch die Kombination von Forschungskompetenzen aus den USA, Japan und globalen Technologieunternehmen wird ein weltweit führendes Ökosystem für datengetriebene Wissenschaft geschaffen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit könnten nicht nur die wissenschaftliche Forschung revolutionieren, sondern auch neue Wege für die Entwicklung nachhaltiger Energiequellen, sicherer Infrastrukturen und intelligenter Systeme eröffnen.
