Google Meet: Künstliche Intelligenz bringt virtuelle Make-up-Filter
Google Meet hat eine neue KI-gestützte Make-up-Funktion eingeführt, die Nutzern ermöglicht, virtuelles Make-up während Videokonferenzen zu tragen – ganz ohne echte Kosmetika. Die Funktion, die ab dem 8. Oktober zunächst auf Mobilgeräten und über den Web-Browser verfügbar ist, soll Google Meet in der Konkurrenz mit Plattformen wie Microsoft Teams und Zoom stärken, die bereits ähnliche Tools anbieten. Insgesamt stehen 12 verschiedene Make-up-Stile zur Auswahl, die über den Menüpunkt „Erscheinungsbild“ unter „Porträt-Optimierung“ zugänglich sind – einer Funktion, die seit 2023 existiert und bereits Werkzeuge wie Hautglättung, Aufhellung unter den Augen und Aufhellung der Augenweiß bereitstellt. Ein zentrales Merkmal der neuen Funktion ist ihre KI-gestützte Stabilität: Im Gegensatz zu herkömmlichen Filtern, die bei Bewegungen verwischen oder verrutschen, bleibt das virtuelle Make-up an Ort und Stelle – selbst wenn der Nutzer den Kopf bewegt oder etwas trinkt. Dies verleiht dem Effekt eine natürlichere und überzeugendere Wirkung. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und muss vom Nutzer manuell aktiviert werden, entweder vor oder während eines Anrufs. Google Meet speichert die gewählten Einstellungen automatisch, sodass sie bei zukünftigen Meetings automatisch angewendet werden. Die Einführung zeigt, wie stark KI-Technologien in die tägliche Kommunikation eingebunden werden. Google nutzt hierbei fortschrittliche Bildverarbeitung, um Gesichtszüge präzise zu erkennen und die Make-up-Elemente dynamisch an die Gesichtsform anzupassen. Damit geht die Funktion über einfache Filter hinaus und integriert sich nahtlos in den Video-Flow. Branchenexperten sehen die Entwicklung als Teil eines größeren Trends: Die Integration von KI in Videokonferenz-Tools wird zunehmend zum Normalfall, um Nutzererfahrung, Selbstbewusstsein und Produktivität zu steigern. „Dies ist nicht nur ein Schönheits-Feature, sondern ein Zeichen dafür, dass KI zunehmend zur personalisierten Benutzerunterstützung wird“, sagt eine Analystin von Gartner. Die Funktion könnte besonders für Menschen interessant sein, die sich bei Online-Meetings unsicher fühlen oder wenig Zeit für Make-up haben. Google Meet ist Teil der Google Workspace-Ökosysteme und wird von Millionen weltweit genutzt, insbesondere in Bildung, Unternehmenskommunikation und Remote-Arbeit. Mit dieser Erweiterung unterstreicht Google seine Strategie, die Plattform durch intelligente, benutzerzentrierte Features attraktiver zu machen – ohne auf Datenschutz und Transparenz zu verzichten. Die KI-Modelle laufen lokal oder in sicherer Cloud-Umgebung, wobei Google betont, dass keine Gesichtsdaten zur Weiterverarbeitung gespeichert werden.
