Musk tritt nach Stellenabbau bei xAI auf
Elon Musk führte am Dienstagabend eine allgemeine Mitarbeiterveranstaltung (all-hands) bei xAI durch, kurz nachdem das KI-Unternehmen bereits seinen zweiten Mitgründer innerhalb von 48 Stunden verloren hatte. Tony Wu und Jimmy Ba, zwei der ursprünglichen Co-Gründer von xAI, traten aus der Firma aus, nachdem ihre Aufgaben neu strukturiert worden waren – ein Umstand, der nach Angaben von Business Insider als entscheidender Faktor für ihre Abgänge gilt. Musk erwähnte die Abgänge nicht direkt, dankte den Verlassenden jedoch für ihre Beiträge und betonte, dass xAI auch ohne sie weiterbestehen werde. Er betonte, dass diejenigen, die gegangen seien, für die Zukunft des Unternehmens nicht notwendig seien. Gleichzeitig kündigte er eine interne Umstrukturierung an, deren konkrete Form jedoch unklar bleibt. Die Veranstaltung diente auch dazu, Musk’s Vision für Datenzentren im Weltraum voranzutreiben. Er erklärte, dass die kürzliche Übernahme von xAI durch SpaceX die Entwicklung sogenannter „cosmic data centers“ beschleunigen werde. Diese sollen künftig von Teslas Optimus-Robotern betreut werden, wie Musk bereits in früheren Aussagen angedeutet hatte. Die New York Times berichtete erstmals über die Sitzung, die als Reaktion auf die jüngsten Personalabgänge und die zunehmende Instabilität im xAI-Team verstanden wird. Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere weitere Mitarbeiter öffentlich ihre Kündigung angekündigt, was auf Spannungen innerhalb der Organisation hindeutet. Eine Sprecherin von xAI reagierte zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Ursprünglich war eine all-hands-Meetings für die Woche zuvor geplant, kurz nach der Bekanntgabe der SpaceX-Übernahme – diese wurde jedoch kurzfristig abgesagt. In einer internen Q&A-Mail hatte xAI betont, dass die beiden Unternehmen zunächst unabhängig arbeiten und ihre Marken getrennt halten würden. Dennoch arbeitet das Unternehmen weiter an der Vorbereitung eines möglichen Börsengangs im Jahr 2026, wie ein internes Memo ergab. Die genauen Details – ob, wann und zu welchem Kurs – bleiben jedoch ungewiss. SpaceX, das Musk 2002 gegründet hat, plant ebenfalls einen IPO, der nach Schätzungen einen Wert von bis zu 1,5 Billionen Dollar erreichen könnte. Die Integration von xAI könnte die strategische Position des Raumfahrtunternehmens im Bereich KI stärken und gleichzeitig die technologische Infrastruktur für zukünftige Weltraumprojekte ausbauen. In der Tech-Community wird die Entwicklung mit gemischten Gefühlen beobachtet. Branchenexperten warnen vor einer möglichen Überhitzung der KI-Entwicklung durch starke Führungspersönlichkeiten wie Musk, während andere die Vision von Weltraum-Datenzentren als bahnbrechend ansehen. xAI, gegründet 2023, hatte sich mit dem Ziel positioniert, eine „wahrheitsgetreue“ KI zu entwickeln, die menschliche Werte und die Realität besser abbilden soll als bestehende Modelle. Die jüngsten Entwicklungen werfen jedoch Zweifel an der internen Stabilität und langfristigen Ausrichtung des Unternehmens auf.
