AI-Bedrohungen überholen Sicherheitsexpertise – Trust-Report 2025
72 Prozent der Unternehmen weltweit geben an, dass die Sicherheitsrisiken für ihre Organisationen nie so hoch waren wie heute – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als nur 55 Prozent diese Sorge äußerten. Laut dem dritten jährlichen State of Trust Report von Vanta, einem führenden Plattformanbieter für vertrauensbasierte Sicherheitsmanagement mit KI, übersteigen künstliche Intelligenz (KI)-basierte Bedrohungen zunehmend die Fähigkeiten der Sicherheitsteams. So warnen 59 Prozent der IT- und Geschäftsführer, dass KI-basierte Cyberangriffe schneller voranschreiten, als ihre Teams reagieren können. In den vergangenen 12 Monaten stiegen die Angriffe mit KI-generierten Phishing-Nachrichten um 49 Prozent, KI-basierte Malware um 48 Prozent und KI-getriebene Identitätsdiebstähle oder Betrugsversuche um 47 Prozent. Gleichzeitig wächst die Nutzung von KI-Agenten zur Abwehr solcher Angriffe: 80 Prozent der Führungskräfte nutzen bereits KI-Agenten oder planen dies in diesem Jahr. Doch ein erheblicher Wissens- und Kontrolldefizit besteht: 65 Prozent geben an, dass ihre Nutzung agenter KI die eigene Verständnislage übertrifft. „KI hat die Sicherheitslandschaft grundlegend verändert“, betont Jeremy Epling, Chief Product Officer von Vanta. „Sie schafft neue Risiken mit beispiellosem Tempo, ist aber auch eines der mächtigsten Werkzeuge, um Verteidigungsstrategien zu stärken und die Erschöpfung von Sicherheitsteams zu verringern. Die Herausforderung liegt nun darin, KI sinnvoll einzusetzen, ohne die Kontrolle zu verlieren oder die Transparenz zu opfern.“ Trotz steigender KI-Adoption bleibt die Sicherheitspraxis oft oberflächlich: 61 Prozent der Befragten verbringen mehr Zeit damit, Sicherheit nachzuweisen, als sie tatsächlich zu verbessern. 64 Prozent bezeichnen gängige Sicherheitsframeworks als „Sicherheitsspektakel“ – ein Phänomen, das durch die steigende Compliance-Last verstärkt wird. So verbringen Unternehmen im Durchschnitt 12 Wochen pro Jahr mit Compliance-Arbeiten (2024: 11 Wochen) und 9 Wochen mit Lieferantenbewertungen (2024: 7 Wochen). Gleichzeitig investieren sie nur 10 Prozent ihres IT-Budgets in Sicherheit – deutlich unter dem empfohlenen Minimum von 17 Prozent. Doch KI bietet auch Lösungen: Sie entlastet überlastete Teams, automatisiert repetitive Aufgaben und ermöglicht eine proaktive Sicherheitsstrategie. Vanta nutzt diese Dynamik, um Unternehmen bei der realzeitigen Aufrechterhaltung von Vertrauen zu unterstützen. Im November 2025 veranstaltet das Unternehmen VantaCon 2025: How AI is Rewriting Trust, eine Konferenz mit Experten von Duolingo, Anthropic, 1Password, Ramp, Ironclad und anderen, die die Zukunft von Vertrauen, Risiko und Compliance im Zeitalter der KI diskutieren werden. Die Studie basiert auf einer Umfrage von Sapio Research im Juli 2025 mit 3.500 IT- und Geschäftsführern aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Australien. Für die Analyse wurden 2.500 Teilnehmer aus den USA, UK und Australien ausgewertet, um Vergleichbarkeit mit den Vorjahren zu gewährleisten. Industrieexperten sehen in der Berichterstattung eine dringende Warnung: Die KI-Sicherheitslücke ist nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und kulturell. Unternehmen müssen schneller in Governance, Transparenz und Bildung investieren, um KI nicht nur zu nutzen, sondern auch zu beherrschen. Vanta selbst ist mit Kunden wie Atlassian, Ramp und Duolingo ein führender Player im Bereich KI-gestützter Vertrauensmanagement – ein Zeichen dafür, dass die Branche die Notwendigkeit von verlässlichen, automatisierten und nachvollziehbaren Sicherheitslösungen erkennt.
