Phia: AI revolutioniert online Einkaufen mit Nachhaltigkeit und intelligentem Preisvergleich
Phoebe Gates und Sophia Kianni, die Mitbegründerinnen von Phia, haben mit ihrem AI-Startup eine neue Dimension im Online-Shopping geschaffen. Beide trafen sich als Studierende an der Stanford University, als sie zufällig als Zimmergenossinnen eingeteilt wurden. Ihre gemeinsame Erfahrung mit dem mühsamen Suchen nach passenden Kleidungsstücken für ihren eigenen Kleiderschrank wurde zum Keim für ein Unternehmen, das KI nutzt, um den Einkaufsprozess intelligenter, nachhaltiger und personalisierter zu gestalten. Phia entstand ursprünglich aus einem Kursprojekt, in dem die Idee bereits auf echtes Interesse stieß. Erst nach der Findung des richtigen Produkt-Markt-Abgleichs wurde die Plattform öffentlich lanciert. Phia ist heute als Browser-Add-on und App verfügbar und verbindet über 150 Second-Hand-Plattformen. In ihrer eigenen Datenbank sind mehr als 350 Millionen Artikel gespeichert, die Nutzer miteinander vergleichen können – inklusive Preise, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeitswirkung. Ein zentrales Verkaufsargument: der Kauf gebrauchter Kleidung reduziert den CO₂-Ausstoß um bis zu 80 % im Vergleich zu Neuwaren und ist zudem oft kostengünstiger. Die Plattform zeigt Nutzern außerdem, welchen Wiederverkaufswert ein Artikel hat – etwa eine 500-Dollar-Tasche, die sich für 300 bis 400 Dollar wieder verkaufen lässt, oder ein Schnäppchen aus der Fast-Fashion-Welt, das nach kurzer Zeit nur noch 10 Dollar wert ist. Diese Transparenz soll Verbraucher:innen dabei unterstützen, bewusster zu kaufen. Aktuell entwickeln die Gründer:innen einen KI-beratenden Einkaufsassistenten, der nicht nur Preise vergleicht, sondern auch auf Basis von Nutzer:innen-Verhalten, Rücksendungen und Größenangaben Empfehlungen zu Passformen gibt. Diese Funktion befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Um die Reichweite zu steigern, setzten Gates und Kianni auf kreative Wachstumsstrategien: einen Ambassador-Programm, Eigenproduktionen, ein Podcast-Format und authentische Storytelling-Content. „Die Fähigkeit, Hunderttausende Downloads mit minimalen Kosten über den Podcast und andere Kanäle zu generieren, war entscheidend“, betont Kianni. Gates räumt ein, dass der Prozess des Aufbaus eines Startups eine Art „Ego-Tod“ erforderte: „Zuerst wollte man immer gut aussehen – aber um echte Verbindung zu schaffen, muss man die Kulissen zeigen.“ Obwohl Gates aus einer privilegierten Position kommt – ihr Vater ist Bill Gates – betont sie, dass dieser nicht für ihre Produktentscheidungen relevant sei. „Er ist kein Nutzer von Phia. Er kauft nicht auf verschiedenen Plattformen, vergleicht Wunschzetteln oder sucht nach dem besten Deal für seinen Urlaub.“ Die beiden Gründer:innen sehen in Phia nicht nur ein Tool, sondern ein Modell für verantwortungsvolles, intelligentes Konsumverhalten. Industrieanalysten loben Phia für die gelungene Kombination aus KI, Nachhaltigkeit und Nutzerzentrierung. Die Plattform wird als Vorreiter in der „Intelligenten Second-Hand-Ökonomie“ gesehen. Mit einer klaren Vision und einem starken Fokus auf Authentizität haben Gates und Kianni nicht nur ein Produkt, sondern eine Community aufgebaut – und damit ein neues Kapitel im digitalen Einkaufsverhalten eröffnet.
