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MoEngage sammelt 180 Mio. US-Dollar, darunter 123 Mio. als Sekundärfinanzierung

MoEngage, der indische Customer-Engagement-Plattform-Anbieter mit Sitz in Bengaluru und San Francisco, hat nur einen Monat nach der Aufnahme von 100 Millionen US-Dollar eine weitere Finanzierungsrunde von 180 Millionen US-Dollar abgeschlossen – diesmal als Series-F-Follow-on. Der Großteil der Mittel, rund 123 Millionen US-Dollar, stammte aus sekundären Transaktionen, darunter ein 15-Millionen-Dollar-Programm, das 259 aktive und ehemalige Mitarbeiter mit Liquidität versorgte. Die verbleibenden 57 Millionen US-Dollar wurden als primäres Kapital in das Unternehmen investiert. Die Runde wurde von ChrysCapital und Dragon Funds angeführt, mit Beteiligung von Schroders Capital sowie bestehenden Investoren wie TR Capital und B Capital. Frühe Investoren wie Eight Roads Ventures, Helion Venture Partners, Z47 und Ventureast veräußerten Anteile im Rahmen der sekundären Transaktionen. Das Post-Money-Valuation des Unternehmens liegt nach Angaben einer vertraulichen Quelle „deutlich über 900 Millionen US-Dollar“, während MoEngage auf eine jährlich wiederkehrende Umsatzspanne von 100 Millionen US-Dollar zusteuert – eine Zahl, die das Unternehmen nicht offiziell bestätigt hat. Der CEO und Mitbegründer Raviteja Dodda erklärte, dass das frische Kapital vor allem in die Weiterentwicklung der Merlin AI-Plattform fließen wird, insbesondere in die Integration von KI-Agenten, um Marketingteams bei Entscheidungsfindung und Effizienz zu unterstützen. Zudem will MoEngage seine Angebote erweitern, indem es Analytics- und Transaktions-Messaging-Tools in ein umfassenderes Produkt für Produkt- und Engineering-Teams integriert. „Kundenengagement betrifft nicht nur Marketing, sondern auch Produkt- und Entwicklerteams, die Daten über Nutzerverhalten analysieren“, so Dodda. Parallel dazu plant das Unternehmen strategische Akquisitionen in den USA und Europa, insbesondere von Software-Unternehmen und kleinen KI-Teams, um seine Marktposition zu stärken. MoEngage erzielt bereits über 30 Prozent seines Umsatzes aus Nordamerika, rund 25 Prozent aus Europa und dem Nahen Osten, und 45 Prozent aus Indien und Südostasien. Die sekundär-lastige Struktur der Finanzierung spiegelt das fortgeschrittene Stadium des Unternehmens wider und ermöglicht frühzeitige Liquidität für Investoren und Mitarbeiter, ohne den Druck einer baldigen Börsennotierung zu erzeugen. „Wir haben keine Eile mit einem IPO“, betonte Dodda, der den Börsengang dennoch in einigen Jahren anstrebt, abhängig von Marktbedingungen. Das Unternehmen rechnet mit einer positiven EBITDA-Entwicklung in diesem Quartal und einem jährlichen Wachstum von rund 35 Prozent über die nächsten drei Jahre. Bhavin Turakhia, CEO von Zeta, einem Kunden von MoEngage, lobte die Tools des Unternehmens für ihre Rolle bei der Verbesserung von Onboarding, Aktivierung und Cross-Selling. Ventureast, das 2018 investiert hatte, erzielte nach Angaben seines Partners Vinay Rao eine Rendite von etwa 10-fach. Rao hob hervor, dass MoEngage durch seine indische Kostenträgerstruktur effizienter im globalen Wettbewerb agieren kann, insbesondere gegenüber US-geprägten Konkurrenten. Insgesamt hat MoEngage mittlerweile rund 307 Millionen US-Dollar an primärem Kapital aufgebracht. Industriebeobachter sehen in der Finanzierung eine Bestätigung der wachsenden Bedeutung von KI-gestützten Engagement-Plattformen und der globalen Wettbewerbsfähigkeit indischer Tech-Unternehmen. MoEngage positioniert sich als ein Beispiel für ein skaliertes, profitables SaaS-Unternehmen, das mit geringeren Kosten im globalen Markt agieren kann. Die strategische Kombination aus KI-Entwicklung, Akquisitionen und einem flexiblen Exit-Plan unterstreicht die Reife des Unternehmens und seine langfristige Wachstumsstrategie.

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