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BNY integriert Google Gemini 3 in AI-Plattform Eliza

Die Bank of New York Mellon (BNY) verstärkt ihre KI-Strategie erneut, indem sie Google Clouds agenzienbasierte KI-Technologie, einschließlich des neuen Modells Gemini 3, in ihre interne KI-Plattform Eliza integriert. Eliza, benannt nach der Ehefrau des Gründers Alexander Hamilton, ist seit 2023 das zentrale KI-System der Bank und unterstützt mittlerweile über 120 automatisierte Aufgaben. Mit der neuen Integration soll die Effizienz im Alltag der Mitarbeiter steigen – insbesondere bei aufwändigen Prozessen wie der Kundenonboarding-Abwicklung, bei der Dokumente gesammelt, Identitäten verifiziert, Risikodaten abgerufen und Daten in interne Systeme eingegeben werden müssen. Durch agenzienbasierte KI kann der Prozess in kleinere Schritte zerlegt und automatisiert werden, wodurch die Bearbeitung schneller, präziser und reibungsloser verläuft, wie Sarthak Pattanaik, Chief Data and AI Officer von BNY, erklärte. Gemini 3, das Anfang November vorgestellt wurde, kann Text, Bilder, Tabellen, PDFs und Audio gleichzeitig verarbeiten, was die Analyse komplexer Finanzunterlagen erheblich vereinfacht. BNY war bereits 2023 mit der Einführung von generativer KI gestartet und positioniert sich als Pionier unter den großen US-Banken. Die Firma hat zudem eine Partnerschaft mit OpenAI geschlossen und war die erste große Bank, die einen KI-Supercomputer (mit NVIDIA-Hardware) einsetzte, um Rechenleistung zu beschleunigen. Die Einführung agenzienbasierter Systeme stößt jedoch auf regulatorische Bedenken, insbesondere hinsichtlich Datensicherheit und Compliance. BNY und Google betonen daher, dass die KI-Agenten strikten Kontrollen unterliegen: Jeder Agent durchläuft vor dem Einsatz eine interne Modell-Risiko-Prüfung, hat eingeschränkten Zugriff auf Daten und wird kontinuierlich überwacht. Google Cloud bietet hierfür „Development Kits“ und Kommunikationsprotokolle, die festlegen, mit welchen Agenten und zu welchen Zwecken sie kommunizieren dürfen – ein zentrales Sicherheitsfeature. Rohit Bhat, Head of Financial Services bei Google Cloud, sieht in Finanzinstituten ideale Testfelder für agenzienbasierte KI, da deren Prozesse stark dokumentenbasiert, regelgeleitet und risikobehaftet sind. Google argumentiert, dass Gemini 3 nicht nur komplexe Dokumente verstehen, sondern auch innerhalb der Unternehmensrichtlinien agieren kann – eine entscheidende Voraussetzung für den Einsatz in Bereichen wie Vermögensverwaltung, Marktdatenanalyse oder Compliance. Andere Wall-Street-Banken wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan setzen ebenfalls auf KI, teils mit internen Plattformen, teils mit externen Lösungen. BNYs Ansatz, eine Kombination aus externer KI-Technologie und internem Aufbau zu nutzen, zeigt, wie sich traditionelle Finanzinstitute mit modernen KI-Tools modernisieren, ohne dabei regulatorische Standards zu gefährden. In der Branche wird BNYs Schritt als signifikanter Schritt hin zu einer tiefgreifenden KI-Integration in kritischen Finanzprozessen gesehen. Die Kombination aus Google Clouds leistungsstarkem Modell und BNYs strukturierter Governance könnte ein Vorbild für andere Regulierungsinstanzen werden. Gleichzeitig bleibt die Balance zwischen Innovation und Sicherheit entscheidend – und genau hier zeigt sich, warum BNYs vorsichtige, kontrollierte Einführung von agenzienbasierten KI-Systemen als verantwortungsvolles, aber zukunftsweisendes Vorgehen gilt.

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