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vor 13 Tagen
Sicherheit

US FCC schränkt Import von Consumer-Routern aus dem Ausland durch Einstellung des Zertifizierungsmechanismus ein

Die US-Bundesbehörde für Kommunikation (Federal Communications Commission, FCC) hat kürzlich angekündigt, durch die Abschaffung des Zertifizierungsmechanismus den Import aller im Ausland hergestellten Heimrouter erheblich einzuschränken und begründete dies mit inakzeptablen Risiken für die nationale Sicherheit und die öffentliche Sicherheit der USA. Die FCC hatte zuvor bereits ein ähnliches Verbot gegen Drohnen aus dem Ausland erlassen; nun wird das Verbot auf Consumer-Netzwerkgeräte ausgeweitet. Gemäß den neuen Bestimmungen wird die FCC keine Funkzulassungen mehr für entsprechende Produkte erteilen, was deren Marktzugang unmöglich macht. Dies bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit zukünftig in den USA verkaufter Heimrouter verboten sein wird, da diese Geräte derzeit fast ausschließlich overseas produziert werden. Betroffene Unternehmen stehen vor zwei Optionen: Erstens können sie eine „bedingte Genehmigung" beantragen, wonach sie während des Verschiebens ihrer Produktion zurück in die USA weiterhin Produktlizenzen erhalten; zweitens müssen sie – ähnlich wie der Drohenhersteller DJI – den US-Markt vollständig aufgeben. In seiner sicherheitspolitischen Bewertung verwies die FCC darauf, dass Router aus dem Ausland den US-Markt dominieren und wirtschaftliche sowie sicherheitstechnische und netzwerksicherheitsrelevante Gefahren darstellen. Zudem warf sie diesen ausländischen Routern vor, bei Cyberangriffen wie „Volt Typhoon", die sich gegen kritische Infrastrukturen in den Vereinigten Staaten richteten, missbraucht worden zu sein. Allerdings ist die Zielrichtung dieses Verbots fragwürdig. Tatsächlich existieren zahlreiche Schwachstellen in Routern, und die Hauptziele von Angriffen wie Volt Typhoon waren ältere Cisco- und Netgear-Router, die zwar in den USA entwickelt wurden, jedoch nicht länger Sicherheitsupdates erhalten. Zwar dominierten chinesische Hersteller wie TP-Link einst den US-Markt, doch haben sie versucht, sich über Unternehmensaufteilungen und die Einrichtung eines Hauptsitzes in Kalifornien klar vom Staat abzugrenzen. Die Definition der FCC beschränkt sich tatsächlich nur auf „Heim-Center-Router", also speziell für Wohngebäude bestimmte und vom Endnutzer selbst installierte Geräte, und umfasst nicht alle Arten von Netzwerkgeräten. Mit Inkrafttreten der neuen Vorschriften erklärte die FCC, die Vereinigten Staaten sollten künftig nicht mehr auf im Ausland produzierte Router angewiesen sein, um ihre Wirtschaftsfunktion und Verteidigungsanforderungen zu erfüllen. Einige Beobachter sind der Ansicht, dass dieser Schritt zwar dazu dienen soll, die Lieferkettensicherheit zu erhöhen, es aber noch offen bleibt, ob eine reine Verlagerung der Produktion ins Landesinnere wirklich alle Sicherheitsrisiken beseitigen kann.

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