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AI-Agenten nutzen Menschen für echte Aufgaben – Plattform wächst schnell

Alexander Liteplo, ein Softwareingenieur und Absolvent der University of British Columbia aus dem Jahr 2024, hat mit RentAHuman.ai eine Plattform geschaffen, die Menschen für Aufgaben im physischen Raum für künstliche Intelligenz (KI) vermittelt. Die Idee entstand, nachdem Liteplo in Japan Dienstleistungen beobachtet hatte, bei denen Menschen gegen Bezahlung für andere erledigen, was sie nicht selbst tun können – von Begleitungen bis hin zu kleinen Aufgaben. Während er diese Systeme zunächst als dystopisch empfand, sah er in der raschen Entwicklung von KI-Agenten eine Chance, menschliche Arbeit zu schützen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, besonders in Zeiten sinkender Jobs im Tech-Bereich. RentAHuman positioniert sich als „die physische Schicht für KI“ und ermöglicht es Nutzern, sich als „Menschen im echten Leben“ zu registrieren, um Aufgaben wie Einkäufe, Paketabholungen, Fotoshootings oder sogar soziale Interaktionen für KI-Agenten zu erledigen. Die Plattform nutzt das MCP-Protokoll von Anthropic, das es KI-Systemen erlaubt, externe Dienste zu nutzen, was die Integration erleichtert. Innerhalb einer Woche sammelte die Seite über 200.000 Anmeldungen, darunter Aufträge wie die Lieferung von Blumen an Anthropic oder die Suche nach dem perfekten Eierstock – ein Anliegen eines KI-„Agents“ namens Dan Xiaojuan, der nie schmecken oder sehen kann, was er beschreibt. Die Bezahlung erfolgt über Kryptowährung, und Nutzer müssen ein Wallet verknüpfen. Obwohl die Plattform schnell wuchs, stellte Liteplo und seiner Mitgründerin Patricia Tani Herausforderungen in der Inhaltsoption und Betrugsprävention. Viele Aufgaben, darunter gefälschte Social-Media-Aktionen oder Bitcoin-Aufforderungen, wurden später entfernt. Aktuell arbeiten sie manuell an der Moderation, da sie die Geschwindigkeit des Wachstums nicht vorhergesehen hatten. Die Plattform ist nicht nur eine Reaktion auf technologische Entwicklungen, sondern auch eine Antwort auf die Angst vor Arbeitslosigkeit durch Automatisierung – besonders für junge Absolventen wie Liteplo selbst. Industrielle Experten sehen in RentAHuman eine kreative, wenn auch riskante Antwort auf die Zukunft der Arbeit. „Es ist ein kühner Versuch, die Kluft zwischen digitaler KI und physischer Realität zu überbrücken“, sagt ein KI-Experte von einem europäischen Technologieinstitut. „Aber die Skalierbarkeit und Sicherheit bleiben große Herausforderungen.“ Die Plattform könnte als Vorreiter für eine neue Art von KI-gestützter Gig-Economie gelten, doch die Abhängigkeit von Kryptowährungen und fehlende automatisierte Moderation machen sie fragil. Liteplo und Tani bleiben flexibel und reagieren schnell auf Feedback – ein Zeichen für einen agilen Start-up-Ansatz. Ob RentAHuman dauerhaft Bestand hat, hängt von der Fähigkeit ab, Vertrauen aufzubauen, Betrug zu verhindern und eine stabile Zahlungsinfrastruktur zu etablieren. Für viele junge Techniker ist die Plattform gleichzeitig ein Symbol der Hoffnung und der Unsicherheit in einer Welt, in der KI die Arbeitswelt verändert.

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