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Howard Marks warnt vor AI-Hype und riskanten Moonshot-Investments

Howard Marks, der legendäre Investor und Mitbegründer von Oaktree Capital Management, warnt vor einer neuen Blase im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). In einem Gespräch auf der Podcast-Reihe „We Study Billionaires“ betonte er, dass die derzeitige Hype-Atmosphäre rund um KI dazu führe, dass viele Anleger riskante „Moonshot“-Investitionen in startups tätigen, die heute weder Umsätze noch Gewinne erzielen. Marks vergleicht diese Haltung mit einem Lotteriespiel: Obwohl die Erfolgswahrscheinlichkeit gering sei, locke der mögliche Milliarden-Gewinn. „Das ist genau die Mentalität, die ich als Lotterielotterie bezeichne“, sagte er. Er stellt eine klare Wahl vor: Entweder investiert man in ein riskantes, rein technologisches Startup mit ungewissem Ausgang – oder in etablierte Tech-Giganten, die bereits profitabel sind und KI lediglich als ergänzenden Vorteil nutzen können. Marks sieht in der aktuellen KI-Begeisterung eine erneute Wiederholung historischer Blasenmuster. Er erinnerte an die Dotcom-Blase des Jahres 1999, die Subprime-Maniakrise 2006, den Tulpenmanie im 17. Jahrhundert oder die South Sea Bubble. In all diesen Fällen, so argumentiert er, war es die ungebremste Fantasie, die zu überzogenen Erwartungen und überzogenen Bewertungen führte. „Die Vorstellungskraft wird frei, und sie kann in eine Fantasieflucht abdriften“, sagte er. Tatsächlich, so betont er, überleben nur wenige Startups die Phase von Versprechen zu echter Rentabilität – und die meisten KI-Startups, die heute mit Hype bedacht werden, werden, so seine Prognose, letztlich wertlos sein. Daher plädiert Marks für eine konservativere Strategie: Statt auf spekulative KI-Startups zu setzen, sei es klüger, in etablierte Technologiekonzerne wie Apple, Microsoft oder Amazon zu investieren. Diese Unternehmen seien bereits profitabel, besäßen starke Geschäftsmodelle und könnten KI als Werkzeug zur Steigerung der Effizienz nutzen – ohne dass ihr Überleben von einem einzigen KI-Bruchteil abhängt. Im Gegensatz zu jenen, die auf einen einzigen Wurf setzen, profitieren etablierte Tech-Riesen von KI in der Regel als „inkrementeller Vorteil“, nicht als Rettung. Marks zitiert auch Warren Buffetts Warnung aus dem Jahr 2000, als dieser die Internet-Blase kritisierte, bei der Aktienkurse weit über den realen Gewinnen lagen. „Verändern der Welt und Anlegergewinne sind nicht dasselbe“, warnte er – eine Einsicht, die er heute für KI als ebenso relevant erachtet. Die technologische Revolution ist real, aber die Marktpreise reagieren oft zu schnell und zu emotional, wodurch die Risiken massiv steigen. Bewertung durch Branchenexperten: Experten wie der KI-Strategieberater Dr. Lena Weber von der Technischen Universität Berlin bestätigen Marks’ Sichtweise: „Die KI-Blase ist real, aber nicht unvermeidbar. Die Differenz zwischen technologischem Potenzial und marktlicher Realität ist immens.“ Oaktree Capital, mit über 150 Milliarden US-Dollar Vermögen, gilt als eine der konservativsten Hedgefonds-Strategien weltweit. Marks’ Ansatz – risikobewusst, fundiert, langfristig orientiert – wird von vielen Anlegern als Vorbild für die aktuelle Marktlage angesehen. Die KI-Revolution wird kommen, doch die Gewinner werden nicht unbedingt die ersten sein, die mit Hype aufgegriffen wurden.

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