13-Jähriger und Schwester bauen mit KI-Code gemeinsam bei Hackathon in Singapur
Ein 13-jähriger Schüler namens Usman Asif und seine 18-jährige Schwester Shanzey nahmen gemeinsam an einem 24-stündigen Hackathon von Cursor in Singapur teil, bei dem sie mit KI-gestützter „Vibe Coding“-Technik – also dem gezielten Prompten von KI-Modellen zur Codeerzeugung – arbeiteten. Obwohl Usman der jüngste Teilnehmer war und sich anfangs überwältigt fühlte, gelang es ihm, innerhalb von zwei Tagen einen KI-gestützten Sportcoach zu entwickeln. Shanzey baute hingegen eine Website, die Astronomie-Begeisterte in Singapur über sichtbare Planetenpositionen informiert. Beide hatten zuvor an einem Kurs zur Vibe Coding teilgenommen, den ihr Vater, Asif Saleem, ein Experte bei Google, besucht hatte. Inspiriert von dessen Erfolg wollten die Geschwister ebenfalls lernen, wie man KI zur Softwareentwicklung nutzt. Anfangs war die Technik für sie ungewohnt – Shanzey dachte, sie müsse selbst programmieren, doch sie erkannte schnell, dass präzise, strukturierte Prompts den Schlüssel zum Erfolg sind. Usman kämpfte zunächst mit Bugs, die die KI erzeugte, doch durch Ausprobieren und Lernen verstand er, wie er die KI gezielt steuern konnte. Gemeinsam mit ihrem Vater gründeten sie eine Idee, die sich aus einer Familienkonversation über Studienfächer ergab: einen KI-Berater für Hochschulentscheidungen. In 12 Stunden konzentrierter Arbeit entwickelten sie eine funktionierende Anwendung, wobei jeder eine zentrale Rolle spielte – Asif die Grundstruktur, Shanzey die Benutzeroberfläche und Usman die Demo-Video-Planung. Obwohl sie nicht gewannen, war die Erfahrung für die Familie unvergesslich. Die Eltern setzen klare Grenzen: KI darf bei schulischen Arbeiten nicht zur Inhaltsproduktion genutzt werden, um Echtheit und Lernfortschritt zu gewährleisten. Auch Screenzeit wird über ein Belohnungssystem geregelt. Für Shanzey war die wichtigste Erkenntnis die Bedeutung strukturierter Arbeit – ähnlich wie bei der Organisation von Schulaufgaben. Usman lernte, dass es keine Kurzwege gibt: Erfolg entsteht durch gründliche, detaillierte Arbeit. Beide sind überzeugt, dass KI in ihren zukünftigen Berufen – sei es in Recht, Psychologie oder App-Entwicklung – eine zentrale Rolle spielen wird. Usman träumt sogar davon, KI-Apps professionell zu bauen. Industrieexperten sehen in der Geschichte ein klares Zeichen für die Demokratisierung der Softwareentwicklung: KI macht Programmieren zugänglich, auch für Jugendliche ohne formale Ausbildung. Vibe Coding reduziert den technischen Einstiegshürden, fördert aber gleichzeitig kritisches Denken und präzise Kommunikation. Unternehmen wie Cursor setzen auf solche Events, um talentierte, junge Innovatoren zu identifizieren. Die Asif-Familie zeigt, wie KI nicht nur Werkzeug, sondern auch Lernpartner sein kann – vorausgesetzt, es wird verantwortungsvoll eingesetzt.
