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Katzenberg: KI ist kein Nullsummenspiel – Erfolg liegt in Menschen und Wirkung

Jeffrey Katzenberg, ehemaliger CEO von DreamWorks und mittlerweile Mitbegründer des Venture-Capital-Unternehmens WndrCo, betont in einem Gespräch auf der Podcast-Serie „Sourcery“, dass Künstliche Intelligenz (KI) kein „Nullsummenspiel“ sein werde – also nicht nur ein einziger Gewinner triumphieren werde. Stattdessen werde sich bis 2026 herausstellen, welche Unternehmen tatsächlich nachhaltige und praktische Ergebnisse mit KI erzielen. Katzenberg sieht in diesem Jahr einen Wendepunkt, an dem sich diejenigen Unternehmen von denen abheben werden, die KI effizient und wirkungsvoll einsetzen, während weniger tragfähige Ansätze zurückfallen. Er warnt jedoch davor, KI-Entwicklung ausschließlich durch die Angst vor einem „Blasenplatzen“ zu betrachten. Vielmehr erwarte er eine „Rechenschaftsablage“, bei der echte Innovation und praktische Anwendung im Vordergrund stehen. Katzenberg, der während seiner Zeit bei DreamWorks Erfolge wie „Shrek“, „Madagascar“ und „Kung Fu Panda“ prägte, gründete 2017 gemeinsam mit dem ehemaligen CFO von Dropbox, Sujay Jaswa, WndrCo. Das VC-Unternehmen investiert in KI-Startups wie Cursor, Harvey und Figma. Sein Partner ChenLi Wang erläutert, dass die Bewertung von Unternehmen in der KI-Ära nicht auf rein technischen Benchmarks basiert, sondern auf der menschlichen Kreativität und dem Potenzial von Teams. „Wir sind immer Menschen gewesen – Menschen, die kreativ sind, die magische Momente erzeugen können“, sagt Wang. Er kritisiert, dass die aktuelle Fokussierung auf Benchmark-Tests – wie sie in der KI-Entwicklung üblich sind – die Vielfalt menschlicher Intelligenz und Kreativität vernachlässigt. „Wie viele Jahre haben Eltern sich über Standardtests beschwert, die ihre Kinder entwerten? Jetzt gehen wir denselben Weg bei der Bewertung von KI-Modellen“, so Wang. Diese Kritik teilen auch Forscher: In einem März-Blogbeitrag warnte Dean Valentine, CEO von AI-Sicherheitsstartup ZeroPath, dass viele angebliche Fortschritte in der KI-Entwicklung „vor allem Bullshit“ seien. Sein Team habe seit der Veröffentlichung von Anthropic’s Sonnet 3.5 im Juni 2024 zahlreiche neue Modelle getestet – ohne nennenswerte Verbesserungen in der Fähigkeit, Fehler zu finden oder die Leistung in realen Anwendungen zu steigern. Ebenfalls kritisch äußern sich Wissenschaftler des Europäischen Kommissions-Joint Research Centers in einem Februar-Papier, das auf gravierende Mängel in gängigen KI-Benchmarks hinweist. Diese würden oft nur die technische Spitzenleistung im Vordergrund stellen, während soziale, ethische und langfristige Auswirkungen ignoriert werden. Bewertung und Hintergrund: Katzenbergs Position markiert eine seltene, kritische Perspektive aus der Technologie- und Investorenwelt: Während viele auf die nächste KI-Blase warten, plädiert er für eine differenzierte, menschenzentrierte Sichtweise. WndrCo, mit einer Schwerpunktsetzung auf kreative und menschlich-technologische Synergien, positioniert sich damit als Gegenpol zu rein technokratischen Investitionsstrategien. Die Kritik an Benchmarks spiegelt einen breiteren Trend wider – der wachsende Widerstand gegen die Vereinfachung komplexer KI-Leistung in Zahlen. Wenn KI-Entwicklung wirklich nachhaltig sein soll, wird es entscheidend sein, nicht nur schnelle Fortschritte zu messen, sondern auch Wirkung, Verantwortung und menschliche Kreativität in die Bewertung einzubeziehen.

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