USA erlauben Nvidia-Verkauf von Chips an leeres China-Büro
Nach einem US-Bericht bestehen Bedenken, dass das US-Handelsministerium und Nvidia chinesische Abnehmer von KI-Chips nicht sorgfältig genug prüfen. Auf der Liste genehmigter Firmen für die H200-Prozessoren steht demnach das Unternehmen New Matrix, dessen Angaben zu einem Betriebsstandort laut Recherche kaum überprüfbar sind. Die Büros seien faktisch leer, im Firmenverzeichnis des Gebäudes fehle die Firma, und auch die zuständige Verwaltung des Industrieparks habe keine Aufzeichnungen. Online seien kaum Hinweise auf den erst vor rund 17 Monaten gegründeten Betrieb zu finden; zudem bestünden Eigentümerverbindungen zu einem chinesischen Private-Equity-Haus, das seit 2024 auf einer US-Sanktionsliste stehe. Fälle wie dieser sollen auf ein Muster hindeuten, wonach Firmen mit Verbindungen zu sicherheitspolitisch sensiblen oder sanktionierten Entitäten als Käufer für Nvidia-Produkte zugelassen werden. Nvidia durfte während der Biden-Regierung keine Chips an China verkaufen; die Trump-Administration lockerte die Beschränkungen später, nachdem das Unternehmen einer Regelung zugestimmt hatte, die dem Staat einen Anteil von 15 Prozent an den Verkäufen zuspricht. Konzernchef Jensen Huang betrieb zudem intensive Lobbyarbeit und war Berichten zufolge Ziel einer Ausspähoperation des chinesischen Staatssicherheitsministeriums. Die Vorwürfe verschärfen die Debatte über die Kontrolle von US-Exporten und das Risiko, dass fortgeschrittene KI-Hardware über intransparente Unternehmenskonstrukte in strategisch sensible Märkte gelangt.
