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Oracle benennt zwei neue Co-CEOs, Aktienkurs steigt

Oracle hat zwei neue Co-CEO-Einheiten eingeführt, um die Führung der Firma in eine neue Ära zu führen. Clay Magouyrk und Mike Sicilia wurden offiziell als Co-CEO ernannt, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab. Die Veränderung ist Teil eines langfristigen Nachfolgeplans, der bereits im Juni von Business Insider aufgedeckt wurde. Safra Catz, die seit 2014 CEO von Oracle ist, wird nun Executive Vice Chair des Aufsichtsrats. Larry Ellison, Mitbegründer und ehemaliger CEO, bleibt als Chief Technology Officer und Executive Chairman im Unternehmen tätig. Die Entscheidung fällt in einer Phase, in der Oracle durch die KI-Revolution stark wächst. Vor Kurzem stieg der Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 40 % – die größte Ein-Tages-Steigerung in der Geschichte des Unternehmens. Grund dafür ist die Erwartung, dass der Umsatz im Cloud-Geschäft 2024 um 77 % auf 18 Milliarden Dollar steigen wird und bis 2030 auf 144 Milliarden Dollar anwachsen könnte. Clay Magouyrk, der 2014 von Amazon Web Services zu Oracle wechselte, war ein Gründungsmitglied des Cloud-Engineering-Teams und leitete seit über zehn Jahren die Oracle Cloud Infrastructure. Sein Fokus lag auf schnellen Ergebnissen, was ihn bei Mitgründer Larry Ellison und Safra Catz schnell nach oben brachte. Sein Führungsstil wurde jedoch auch als kontrovers beschrieben. Mike Sicilia, seit Juni Präsident der Industriesparte, hat sich besonders durch die Integration von KI-Agenten in branchenspezifische Cloud-Anwendungen hervorgetan. Er war zudem maßgeblich an der Übernahme von Cerner beteiligt, einem großen Anbieter für Gesundheits-IT-Lösungen. Oracle hat in der Vergangenheit bereits dreimal ein zweite Präsidenten-Modell angewandt. 2014 wurde Safra Catz gemeinsam mit Mark Hurd zum Co-CEO ernannt, nachdem Hurd von HP zu Oracle wechselte. Nach Hürds Tod 2019 blieb Catz alleinige CEO, bis sie nun die Führung an Magouyrk und Sicilia abgibt. Die neue Struktur unterstreicht Oracles Ambitionen, im Bereich KI-Infrastruktur eine führende Rolle zu übernehmen. Dazu zählt die Beteiligung am Stargate-Projekt – einer gemeinsamen Initiative mit OpenAI und SoftBank zur Errichtung von Datenzentren in den USA mit einem Gesamtvolumen von 500 Milliarden Dollar. Zudem verhandelt Oracle derzeit mit OpenAI über einen gigantischen Vertrag im Wert von 300 Milliarden Dollar für Rechenleistung. Kürzlich wurde auch ein weiterer, ebenfalls bedeutender Deal mit Meta über 20 Milliarden Dollar für Compute-Ressourcen bekannt. Safra Catz betonte in einer Erklärung: „Oracle ist heute als Cloud der Wahl für KI-Training und -Inferencing anerkannt. Unsere Technologie und unser Geschäft sind nie stärker gewesen. In diesem Moment des Erfolgs ist es der richtige Zeitpunkt, die CEO-Rolle an die nächste Generation fähiger Führungskräfte zu übergeben.“ Oracle setzt damit auf eine klare strategische Ausrichtung: Die Kombination aus Cloud-Expertise und KI-Infrastruktur soll das Unternehmen zu einem der zentralen Akteure in der nächsten Technologiewelle machen.

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