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Generative KI

Ultrahuman launcht neues Smart Ring für US-Markt nach Patentstreit

Ultrahuman hat am Freitag mit dem Ring Pro eine überarbeitete Version seines Smart Rings vorgestellt, um seinen US-Markt zurückzugewinnen, nachdem ein Patentstreit mit dem Konkurrenten Oura im Oktober 2025 zu einem Importverbot für neue Lagerbestände in die USA geführt hatte. Der Ring Pro, die dritte Generation des Produkts, bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Tagen – gegenüber vier bis sechs Tagen beim vorherigen Modell Ring Air – und ist für 479 US-Dollar erhältlich. Er wird weltweit, mit Ausnahme der USA, vorbestellbar, wobei die Auslieferung ab März beginnen soll. Die US-Geschäfte waren durch die Entscheidung der US-Internationalen Handelskommission (ITC) erheblich beeinträchtigt worden, die Oura im Patentstreit zugunsten entschied. Damit war die Einfuhr neuer Geräte verboten, obwohl bestehende Lagerbestände weiterhin verkauft werden konnten. Der US-Markt hatte etwa 45 % der weltweit rund 700.000 täglichen aktiven Nutzer ausgemacht, wie Co-Gründer und CEO Mohit Kumar erklärte. Um das Problem zu umgehen, hat Ultrahuman den Ring Pro mit einem neuen Design entwickelt, das die betroffenen Patente umgeht. Der Prototyp wurde bereits bei der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde eingereicht, um die Zulassung zur Einfuhr zu erhalten. Trotz der US-Beschränkungen operiert Ultrahuman aktuell mit einem jährlichen Umsatzlaufzeit von etwa 150 Millionen US-Dollar und hatte im Geschäftsjahr 2025 einen operativen Umsatz von 64 Millionen US-Dollar erzielt. Das Unternehmen bleibt nach Steuern profitabel, obwohl die Margen aufgrund von Rechtskosten, Zöllen und der Produktneuheit schmaler werden. Parallel zum Ring Pro stellte Ultrahuman „Jade“ vor, ein Echtzeit-Biointelligenz-System, das Gesundheitsdaten aus allen Geräten und Diensten analysiert, um personalisierte, sofort umsetzbare Empfehlungen zu geben. Anders als viele AI-Tools, die retrospektiv arbeiten, soll Jade in Echtzeit reagieren. Die Funktion ist für alle Nutzer, auch ältere Ring Air-Besitzer, kostenlos nutzbar. Der Ring Pro verfügt über eine neu gestaltete Herzfrequenz-Sensortechnologie für bessere Messgenauigkeit während des Schlafs, einen Dual-Core-Prozessor zur verbesserten Datenverarbeitung und Speicher für bis zu 250 Tage Gesundheitsdaten. Er wiegt etwa 5–6 % mehr als der Ring Air. Ergänzend wurde ein Pro-Charger vorgestellt, der bis zu 45 Tage Akkulaufzeit bietet, über eine direkte Verbindung mit dem Ring Datenübertragung und Diagnose ermöglicht und Qi-Wireless-Ladung unterstützt. Frauen machen etwa 68 % der Nutzerbasis aus – ein Anstieg von 65 % im Vorjahr –, was auf die stärkere Akzeptanz der Frauen-Gesundheitsfunktionen zurückzuführen ist. Zusätzlich zu Hardware bietet Ultrahuman abonnementbasierte Dienste wie PowerPlugs (Coaching & Regeneration), Blood Vision (Metabolisches Panel), Ultrahuman Home und ein kontinuierliches Glukose-Monitoring. Diese Dienste tragen etwa 16 % zum Umsatz bei, Blood Vision etwa 5–6 %. Wichtige Märkte sind neben Indien auch Großbritannien, Kanada und Australien. Laut Counterpoint Research stiegen die weltweiten Smart-Ring-Versandzahlen 2025 um fast 80 %, getrieben von Nachfrage nach kompakten Wearables mit fortgeschrittener Schlafüberwachung und langer Akkulaufzeit. Oura bleibt Marktführer mit über zwei Dritteln Marktanteil, Ultrahuman folgt auf Platz zwei. IDC berichtet, dass die Versandzahlen im dritten Quartal 2025 um 30 % stiegen – auf fast eine Million Einheiten – und Ultrahuman dabei etwa 25 % Marktanteil erzielte. Gegründet 2019 hat Ultrahuman bislang etwa 55 Millionen US-Dollar an Kapital gesammelt und zählt Investoren wie Alpha Wave Incubation, Blume Ventures, Steadview Capital und Nexus Venture Partners. Um die Nachfrage nach dem Ring Pro zu bedienen, baut das Unternehmen zusätzliche Produktionskapazitäten auf. Industrieanalysten sehen in der Kombination aus präzisen Sensoren, Echtzeit-AI und einem starken Nutzer-Ökosystem die entscheidenden Wettbewerbsvorteile für zukünftige Marktführer. Die Rückkehr in den US-Markt hängt nun entscheidend von der Zollgenehmigung ab. Ultrahuman positioniert sich damit als ernstzunehmender Konkurrent im Wachstumsmarkt der Smart Rings, der durch Innovation und Benutzerzentrierung geprägt ist.

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