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vor 3 Monaten
OpenAI
Organisation

OpenAI erlaubt Mitarbeitern nun Spenden von Anteilen an Wohltätigkeitsorganisationen

OpenAI hat endlich die Möglichkeit eröffnet, dass aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ihre Anteile an der Firma an wohltätige Organisationen spenden können – ein Schritt, der nach jahrelanger Frustration seitens der Belegschaft nun endlich eingelöst wird. Bisher war es den Mitarbeitern verwehrt geblieben, ihre Anteile zu spenden, obwohl das Unternehmen in der Vergangenheit solche Spenden als Anreiz für die Rekrutierung von KI-Talenten genutzt hatte. Laut einem internen Memo, das The Verge vorlag, können nun Mitarbeiter mit berechtigten Anteilen an der Spendeninitiative teilnehmen. Dabei geht es um erhebliche Summen: Mitarbeiter, die 2019 sechsstellige Anteilszuwendungen erhielten, könnten nun Millionen Dollar an gemeinnützige Projekte übertragen. Der Schritt erfolgt nach monatelangen Druckmomenten innerhalb der Firma. Ein Insider vermerkte, dass OpenAI etwa 18 Monate zu spät auf sein Versprechen eingeht, das bereits vor der ersten Spendenrunde 2021 und 2022 gemacht wurde. Besonders kritisch sei die Verspätung, da die Möglichkeit zur Spende früher als Marketinginstrument genutzt wurde, um Talente anzuziehen – ein Vorteil, den der Konkurrent Anthropic aktuell noch stärker nutzt, indem er Spenden bis zu 25 % der Anteilszuwendung zu 1:1 matcht. Ein weiteres Problem ist die extrem kurze Frist zur Entscheidung. Die Frist ist deutlich kürzer als die gesetzlich vorgeschriebenen 20 Geschäftstage für andere Liquidationsentscheidungen wie Tenderangebote. Viele Mitarbeiter seien deshalb nicht in der Lage, die Entscheidung sorgfältig abzustimmen, insbesondere da OpenAI ausdrücklich empfiehlt, Steuer- oder Finanzberater hinzuzuziehen. Zudem seien einige Beteiligte aufgrund der unerwarteten Ankündigung und der langen Wartezeit auf die Spendenrunde bereits in der Vergangenheit Anteile verloren gegangen, da sie auf die Spendenoption gewartet hatten. Die Entscheidung erfolgt im Kontext tiefgreifender struktureller Veränderungen bei OpenAI. Die Firma, ursprünglich 2015 als Nonprofit gegründet, hat kürzlich ihre Umstrukturierung in ein for profit-Unternehmen abgeschlossen, die mit den Anwälten von Kalifornien und Delaware über ein Jahr verhandelt wurde. Die zentrale Frage bleibt, ob die nonprofit-Entität weiterhin über die Kontrolle über kritische Technologien wie künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) verfügt. Gleichzeitig stieg der Kurs pro Aktie von etwa 430 US-Dollar im Frühjahr 2024 auf aktuell rund 483 US-Dollar, was unter anderem auf die verringerte zukünftige Gewinnabgabe an die Nonprofit-Entity zurückzuführen ist. In der Branche wird die Maßnahme als späte, aber notwendige Anerkennung der Mitarbeiterwerte gesehen. Experten betonen, dass die Fähigkeit, Anteile zu spenden, nicht nur ein soziales, sondern auch ein strategisches Instrument ist, um Loyalität und Engagement zu stärken – besonders in der hektischen KI-Talentwette. OpenAI hat sich bislang nicht öffentlich zu der Ankündigung geäußert.

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