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Künstliche Intelligenz senkt Komplikationen und Kosten nach Darmkrebsoperationen

Ein künstliches Intelligenz-Tool hat bei Patienten nach einer Kolorektalchirurgie signifikant weniger schwere Komplikationen und weniger Wiederaufnahmen im Krankenhaus bewirkt, wie eine neue Studie in Nature Medicine (2025) zeigt. Das von Forschern des Zentrums für Chirurgische Wissenschaft der Universitätshospitals Zealand und der Universität Kopenhagen entwickelte System unterstützt Ärzte bei der individuellen Planung von Behandlungsstrategien – sowohl vor als auch nach der Operation. Die KI analysiert Daten aus dänischen Gesundheitsregistern und identifiziert Risikogruppen, um präzise, patientenspezifische Maßnahmen zu empfehlen. Dazu gehören gezielte präoperative körperliche Trainingsprogramme, Ernährungsberatung und gegebenenfalls vorhersehbare Hausbesuche zur Nachsorge. Die Studie basierte auf 1.000 Patienten aus Zealand, die in Risikokategorien eingeteilt und entsprechend behandelt wurden. Besonders auffällig war, dass die vulnerabelsten Patienten von der KI-gestützten Behandlung am meisten profitierten: Die Rate schwerer Komplikationen und Wiederaufnahmen sank deutlich. Zudem konnte die KI die einjährige Überlebensrate präzise vorhersagen, was die Entscheidungsfindung verbessert. Die Ergebnisse bestätigen frühere Erkenntnisse und unterstreichen das Potenzial digitaler Werkzeuge in der personalisierten Onkologie. „Wir sehen, wie dänische Daten und digitale Innovationen die Versorgung verbessern können – nicht nur für Kolorektalkrebs, sondern auch für andere Tumoren wie Lunge, Niere, Blase oder Ovarialkrebs“, betont Ismail Gögenur, klinischer Professor an der Universität Kopenhagen und Oberarzt am Zealand University Hospital. Die Forscher planen nun, das Modell auf weitere Krebsarten auszuweiten und es in klinische Studien zu integrieren, um es möglichst rasch an die Patienten mit höchstem Bedarf zu bringen. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die KI-Unterstützung führt zu einer Reduktion des Ressourcenverbrauchs im Gesundheitssystem. Laut Gögenur spart die gezielte, KI-gesteuerte Behandlung durch geringere Nachsorgebedarfe und weniger Notfallaufnahmen durchschnittlich etwa 18.000 DKK pro Patient. Dies zeigt, dass personalisierte Medizin nicht nur medizinisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Studie demonstriert, wie digitale Transformation in der Chirurgie zu besseren Ergebnissen und effizienteren Ressourcennutzung führen kann – ein Modell, das international anwendbar ist. Die Zusammenarbeit zwischen Klinik und Universität zeigt, wie Forschung und klinische Praxis gemeinsam innovative Lösungen entwickeln können. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Datenintegration, klinischen Studien und KI-Transparenz in der modernen Onkologie. Die Forscher sehen in der KI kein Ersatz für Ärzte, sondern als wertvollen Entscheidungshelfer, der die Qualität der Versorgung steigert – besonders für Patienten mit hohem Risiko.

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