Waymo ruft 3.900 Robotaxis wegen Softwarefehler zurück
Waymo hat in den USA einen freiwilligen Software-Recall für 3.871 seiner Robotaxis bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) angemeldet, nachdem mehrere Fahrzeuge in Autobahnbaustellen eingefahren waren. Der am Mittwoch eingereichte Bericht dokumentiert 13 Vorfälle: Sechs im April in Phoenix, bei denen Fahrzeuge Schließungsschilder an Auffahrten nicht erkannten, sowie sieben im Mai im Großraum San Francisco, wo Fahrzeuge zwischen Leitkegeln hindurch fuhren, um gesperrte Fahrspuren zu umgehen. Bisher sind weder Unfälle noch Personenschäden bekannt geworden. Als unmittelbare Maßnahme hat Waymo den Autobahnbetrieb vorübergehend eingeschränkt und entwickelt ein permanentes Software-Update. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass regulatorische Stellen proaktiv informiert wurden und die Sicherheitslücke bereits im Vorfeld identifiziert war. Es handelt sich um den zweiten Rückruf des Jahres und den sechsten insgesamt für die Fahrzeugflotte. Vorgängeraktionen betrafen unter anderem unzuverlässige Bewegungsprognosen von Abschleppfahrzeugen, Kollisionen mit Hindernissen wie Pfosten oder Ketten sowie die fehlerhafte Behandlung von stehenden Schulbussen. Ergänzend dazu hatte im Mai ein Fahrzeug auf einer überfluteten Straße nicht rechtzeitig angehalten. Der aktuelle Recall erfolgt in einem verstärkt aufsichtspflichtigen Umfeld. Die Bundesbehörden untersuchen seit Januar einen Vorfall in Santa Monica, bei dem ein autonomes Taxi ein Kind in der Nähe einer Grundschule berührte. Waymo war vor rund sieben Monaten das erste vollständig autonome Dienstleistungsunternehmen in den Vereinigten Staaten, das den kommerziellen Fahrgastbetrieb auf Autobahnen aufnahm. Die Softwarekorrekturen sollen die Navigation in dynamischen Verkehrszonen stabilisieren und die Betriebssicherheit nach regulatorischen Standards nachhaltig gewährleisten.
