Sam Altman unterstützt Robotik-Startup
OpenAI-CEO Sam Altman unterstützt heimlich das Startup Alfred, das Software für Roboter und Fahrzeuge entwickelt. Dieses Engagement unterstreicht den wachsenden Investitionsboom in den Bereich der physischen Künstlichen Intelligenz (Physical AI). Alfred wird von ehemaligen Mitarbeitern von Tesla und Meta geleitet und finanziert sich zudem durch bedeutende Venture-Capital-Firmen wie Khosla Ventures und SV Angel. Das Ziel des Unternehmens ist eine Bewertung von 40 Millionen US-Dollar. Die Geschäftsführung obliegt Ankit Ukil, ehemaliges Design bei Tesla, und Dömötör Gulyas, ehemaliger Ingenieur bei Meta Reality Labs. Die Gründung von Alfred fällt in einen Zeitraum, in dem Investor*innen massiv in Unternehmen investieren, die KI auf bewegliche Maschinen übertragen. Nur im April dieses Jahres flossen demnach rund 5,3 Milliarden US-Dollar an Risikokapital in diesen Sektor. Auch Großunternehmen wie Nvidia beteiligen sich am Wettbewerb, indem sie beispielsweise einen Standard für humanoide Roboter für die Forschung ankündigten. Altman hat auf Social-Media-Plattformen bereits öffentlich erklärt, dass Robotik die nächste große Herausforderung für OpenAI ist. Kurzfristig sollen Roboter Fachkräfte bei Infrastrukturarbeiten unterstützen, langfristig strebt das Unternehmen an, persönliche Roboter für jeden verfügbar zu machen. Altman finanziert Alfred über seine eigene Investmentfirma, Hydrazine Capital. Die Zusammenarbeit zwischen Altman und Ukil entstand laut Angaben des Gründers aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Automobile. Das Startup Alfred wurde vor neun Monaten gegründet und sitzt in Hawthorne in Kalifornien, unweit der SpaceX-Fabrik. Das Entwicklungsteam setzt sich aus weiteren Designern und Ingenieuren von Tesla, Ford und Honda zusammen. Das Kernprodukt von Alfred ist eine Softwareplattform, die Ingenieur*innen dabei unterstützen soll, Maschinen schneller zu konstruieren. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Forschungs- und Entwicklungszeiten drastisch zu verkürzen. Dies ermöglicht es den Entwicklern, sich von repetitiven Aufgaben zu befreien und sich auf innovative Funktionen zu konzentrieren, wie sie beispielsweise in modernen chinesischen Elektrofahrzeugen zu finden sind. Nach Angaben von Ukil befindet sich die Hauptplattform noch in der Entwicklung. Das Unternehmen führe aktive Gespräche mit Automobilherstellern, Behörden und Robotikfirmen, ohne diese bisher im Detail zu nennen. Seit 15 Jahren hat Sam Altman über 170 Investitionen getätigt. Diese Aktivitäten haben ihm gemeinsam mit seinen Anteilen an anderen erfolgreichen Unternehmen wie Stripe und Reddit den Status eines Milliardärs eingebracht. Obwohl er keine Unternehmensanteile an OpenAI hält, bleibt er einer der einflussreichsten Akteure im Technologiebereich. Weder Altman noch OpenAI haben auf Anfragen nach einer Stellungnahme geantwortet. Der Vorstoß von Alfred markiert somit einen weiteren deutlichen Schritt in der Entwicklung einer neuen Ära der Robotik, die durch leistungsfähige Software gesteuert wird und industriellen Wandel vorantreibt.
