HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Google DeepMind: KI-Tool spaltet Intern

Ein neuer Konflikt hat innerhalb von Google und insbesondere im Bereich DeepMind über die Nutzung künstlicher Intelligenz ausgebrochen. Mitarbeiter des DeepMind-Teams haben in den letzten Monaten Zugang zu Clouds KI-Tool, dem Modell von Anthropic, erhalten, um Code zu schreiben. Dies steht im direkten Widerspruch zur allgemeinen Richtlinie des Unternehmens, die den Einsatz von Software verbietet, die nicht von Google entwickelt oder speziell für interne Zwecke angepasst wurde. Während Claude branchenweit als eines der führenden KI-Tools für Programmieraufgaben gilt, dürfen Ingenieure in anderen Bereichen von Google in der Regel nur auf die internen Gemini-Modelle zugreifen. Diese unterschiedliche Behandlung hat unter den Ingenieuren für Unmut gesorgt. Zwei Informanten berichteten, dass viele Mitarbeiter den Eindruck haben, dass Googles interne Modelle bei der Code-Erstellung schlechter abschneiden als Claude. Die Spannungssituation wird noch verschärft, da das Unternehmen von immer mehr Mitarbeitern erwartet, künstliche Intelligenz aktiv zu nutzen. In einigen Fällen sind KI-Ziele sogar Bestandteil der Leistungsbeurteilung geworden. Manche Ingenieure müssen nicht nur KI zur Code-Generierung einsetzen, sondern auch eigene Tools entwickeln, um ihre Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten. Ein Sprecher von Google reagierte nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Google bevorzugt aus mehreren Gründen die Nutzung interner Tools. Ein wesentlicher Faktor ist, dass die gesamte interne Infrastruktur maßgeschneidert ist. Zudem glaubt das Unternehmen daran, dass das sogenannte Dogfooding – die Nutzung und Prüfung eigener Produkte durch die Mitarbeiter selbst – die schnelle Verbesserung dieser Produkte beschleunigt. Andere Tech-Unternehmen wie Meta erlauben ihren Mitarbeitern hingegen den internen Gebrauch externer KI-Modelle. Die Debatte gewann an Schärfe, nachdem der Programmierer und Blogger Steve Yegge auf der Plattform X behauptete, die interne KI-Einführung bei Google liege weit hinter dem Durchschnitt zurück. Er zitierte ein Gespräch mit einem Google-Direktor, der die Situation als vergleichbar mit der Technologieakzeptanz bei John Deere, einem Traktorenhersteller, beschrieb. Yegge schrieb, Googles Ingenieure hätten einen extrem niedrigen Adoptionsgrad. Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis reagierte daraufhin sehr scharf. Er bezeichnete Yegges Post als reine Klickbait-Artikel und pure Unwahrheit und forderte ihn auf, statt solchen Gerüchten seine eigentliche Arbeit zu verrichten. Yegge bestätigte daraufhin in einem neuen Beitrag, dass mehrere Google-Mitarbeiter seine Vorwürfe untermauerten. Er teilte mit, dass einige DeepMind-Ingenieure tatsächlich Claude nutzen, während dies anderen unterbunden ist. Yegge berichtete zudem, dass es intern bereits Diskussionen gab, wie man den Zugang zu Claude für alle Angleichen könnte. Der vorgeschlagene Kompromiss war, Claude für alle Mitarbeiter zu sperren. DeepMind soll dieser Maßnahme jedoch so stark widersprochen haben, dass zahlreiche Ingenieure mit einem Austritt drohten, um ihren Zugang zum Tool zu verteidigen. Diese interne Spaltung zeigt die wachsenden Schwierigkeiten, die Integration fortschrittlicher externer KI-Tools in die strikte Infrastruktur von Google zu schaffen, ohne die Produktivität zu gefährden oder talentierte Mitarbeiter zu verlieren.

Verwandte Links

Google DeepMind: KI-Tool spaltet Intern | Aktuelle Beiträge | HyperAI