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Meta-Datenzentrum in Louisiana: Energiekrise und lokale Sorge vor Kostensteigerungen

Meta’s planned $27 Milliarden-Datenzentrum in Richland Parish, Nord-Louisiana, steht im Mittelpunkt einer wachsenden Debatte über die Folgen der rasanten Expansion von KI-Infrastruktur für lokale Gemeinden. Donna Collins, deren Familie seit fünf Generationen in der ländlichen Region lebt, beschreibt das Gebiet als „ein kleines Stück Himmel“ – ruhig, idyllisch und von der Landwirtschaft geprägt. Doch die Baustelle des weltweit größten Datenzentrums von Meta droht, diese Lebensweise grundlegend zu verändern. Der jüngste „Icepocalypse“ – ein extrem kalter Wintersturm Anfang Februar – hat die regionale Energieinfrastruktur erneut auf die Probe gestellt. Während des Sturms fielen in mehreren Gemeinden Stromausfälle aus, einschließlich von Collins’ Haus und ihrer Airbnb-Immobilie, die jeweils vier Tage ohne Strom blieben. Die Energieversorgung in abgelegenen Gebieten bleibt ohnehin instabil, und die zunehmende Nachfrage durch Datenzentren wirft nun Bedenken über die Belastbarkeit des Netzes auf. Meta wird von Entergy Louisiana mit drei neuen Gaskraftwerken versorgt, die speziell für den Energiebedarf des Zentrums gebaut werden. Das Projekt soll bis 2030 abgeschlossen sein und jährlich drei Mal mehr Strom verbrauchen als die Stadt New Orleans. Obwohl die Datenzentrale noch nicht in Betrieb ist, sind die Folgen bereits spürbar: Die Kosten für Gas stiegen während der Kälteperiode, da Bohrwerke einfroren und die Nachfrage nach Heizenergie und Strom stieg. Verbraucherschützer warnen, dass die neuen Kraftwerke, die auf Erdgas angewiesen sind, den Druck auf die Gaspreise weiter erhöhen könnten – was sich direkt auf Heizkosten und Stromrechnungen für Haushalte auswirken würde. Meta versichert, dass es die Kapitalkosten für die drei Kraftwerke über 15 Jahre übernimmt und dadurch Kunden bis zu 650 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Kosten ersparen werde. Doch Experten wie Logan Burke von der Alliance for Affordable Energy kritisieren, dass dies nur einen Teil der Kosten abdeckt. Weitere Investitionen in die Übertragungsnetze, die Wartung und die langfristige Netzauslastung bleiben unberücksichtigt. Zudem haben die AAE und die Union of Concerned Scientists eine Stellungnahme abgegeben, in der sie die von Entergy vorgelegte Netzsicherheitsanalyse als unzureichend kritisieren. Sie fordern eine Neubewertung, um zu prüfen, wie das Netz auf größere Störungen wie Ausfälle von Leitungen oder Kraftwerken reagieren würde – eine Bedrohung, die bereits durch frühere Stürme belegt ist. Die lokale Bevölkerung ist besorgt: Neben Strom- und Gaspreisen fürchten Bürger steigende Grundstückspreise, Mieten und Steuern. Collins betont, dass sie keine Gegnerin von Fortschritt ist, aber die Interessen der langjährigen Anwohner müssen berücksichtigt werden. Sie hofft, dass Meta seine Zusagen zur lokalen Beschäftigung und Ausbildung einhält – bereits arbeitet ihr Neffe auf der Baustelle. Doch ohne umfassende Transparenz und Schutzmaßnahmen bleibt die Angst, dass die Gemeinde die Lasten tragen muss, während die Vorteile an andere gehen. Die Situation in Nord-Louisiana ist kein Einzelfall: In vielen US-Regionen stoßen Datenzentren auf Widerstand wegen ihres hohen Energie- und Wasserverbrauchs. Meta muss sich nun beweisen, dass es nicht nur technologisch führend, sondern auch sozial verantwortungsvoll handelt. Die Balance zwischen Innovation und Gemeinwohl bleibt entscheidend – besonders in einer Zeit, in der Klimaextreme und Infrastrukturknappheit zunehmen.

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