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YouTube erweitert KI-Deepfake-Erkennung für Politiker und Journalisten

YouTube erweitert sein KI-Tool zur Erkennung von Deepfakes nun auf Politiker und Journalisten. Ab diesem Dienstag steht die Likeness-Erkennungsfunktion einer Pilotgruppe aus Regierungsbeamten, Journalisten und politischen Kandidaten zur Verfügung. Das Instrument hilft diesen Nutzern, KI-generierte Fälschungen ihres Gesichts auf der Plattform zu identifizieren. Bislang war die Funktion bereits Millionen von Content-Erstellern zugänglich, doch die konkrete Zusammensetzung der neuen Pilotgruppe bleibt zunächst geheim. YouTube hat sich geweigert zu bestätigen, ob prominente Persönlichkeiten wie Donald Trump Teil des Programms sind. Die Funktionsweise ähnelt dem bereits bestehenden Content-ID-System für Urheberrechte, scannt jedoch nach Gesichtern statt nach geschütztem Material. Wird eine Übereinstimmung erkannt, kann der betroffene Nutzer die Löschung des Inhalts beantragen. Dabei betont YouTube jedoch, dass nicht jeder Antrag automatisch genehmigt wird. Die Entscheidung basiert auf den Datenschutzrichtlinien der Plattform, die Ausnahmen für Parodie, Satire und politische Kritik vorsehen. Leslie Miller, Vizepräsidentin für Regierungsangelegenheiten und öffentliche Politik bei YouTube, erklärte, die Plattform habe eine lange Geschichte des Schutzes der Meinungsäußerungsfreiheit. Klare Parodien von Weltführern bleiben daher wahrscheinlich online. Jeder Löschungsantrag werde gemäß bestehender Richtlinien bewertet, um den bürgerlichen Diskurs nicht einzuschränken. Um sich am Programm zu beteiligen, müssen Antragsteller ein Videomaterial von sich selbst sowie einen amtlichen Ausweis vorlegen. YouTube garantiert, dass diese Daten ausschließlich für die Gesichtserkennung genutzt werden und auf Wunsch gelöscht werden können. Amjad Hanif, Vizepräsident für Creator-Produkte, zufolge sind die tatsächlichen Löschungsanträge trotz zahlreicher erkannter Treffer sehr gering. Viele Ersteller seien sich durch das Tool lediglich über die Existenz bestimmter Inhalte bewusst geworden, die jedoch meist harmlos seien oder geschäftlich positiv zu bewerten wären. Hanif deutete jedoch an, dass YouTube in Zukunft eine Monetarisierung von KI-generierten Deepfakes in Erwägung ziehen könnte, da dies im Interesse der Branche liegen könnte. Der Umgang mit KI-generierten Inhalten stellt Plattformen seit Jahren vor Herausforderungen, beginnend mit Musik, die echte Künstler imitiert. Während Deepfakes ein Problem für jedermann darstellen, sieht Hanif eine flächendeckende Implementierung für die allgemeine Öffentlichkeit derzeit nicht als machbar an. Das Tool ist somit vorerst auf bekannte Persönlichkeiten und Personen des öffentlichen Lebens beschränkt. Private Nutzer können KI-Fälschungen weiterhin über ein Beschwerdewesen melden. In jüngster Zeit hat YouTube zudem gegen sogenannte Spam-Kanäle mit Millionen von Followern vorgegangen, die qualitativ minderwertige KI-Inhalte verbreiten, sowie gegen Kanäle, die gefälschte Kinotrailers posten. Gleichzeitig investiert YouTube intensiv in KI-gestützte Tools für Creator, die bei der Ideenfindung, Planung und Optimierung von Videos helfen. Damit durchdringt KI jeden Bereich der Plattform, was jüngste Berichte über minderwertige KI-Edukationsvideos für Kinder verdeutlichen.

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