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Frankreich durchsucht X-Büro, Musk wird zu Vernehmung geladen

Französische Behörden haben Elon Musk und Linda Yaccarino, die damaligen faktischen und rechtlichen Verantwortlichen des sozialen Netzwerks X, zur freiwilligen Anhörung am 20. April 2026 in Paris geladen. Gleichzeitig führten Ermittler des Pariser Staatsanwaltsamts, unterstützt von Europol und der französischen Polizei, eine Durchsuchung der X-Büros in Paris durch. Die Maßnahmen sind Teil einer Ermittlung, die im Januar 2025 eingeleitet wurde und sich mit der Algorithmusgestaltung von X befasst, insbesondere mit der Empfehlung von Inhalten und der Datenverarbeitung. Behörden befürchten, dass die Plattform durch ihre Algorithmen politische Einflussnahme ermöglicht. Die Ermittlungen wurden im vergangenen Jahr erweitert, nachdem Berichte über die Verbreitung von nicht einvernehmlich erstellten, künstlich generierten sexuellen Bildern und Holocaust-Leugnung auf X aufkamen. X und Musk haben die Ermittlungen als politisch motiviert und grundlos bezeichnet, die angeblich die Meinungsfreiheit untergraben. Yaccarino hatte ihren Posten als CEO von X im Juli 2025 nach zweijähriger Amtszeit aufgegeben. Die Ermittlungen werden von der cyberkriminellen Abteilung des Pariser Staatsanwaltsamts geleitet und beziehen sich auf mögliche Verstöße gegen französische Gesetze, insbesondere im Bereich der digitalen Sicherheit und des Schutzes von Nutzern. Ein Bericht von CBS News aus dem vergangenen Monat zeigte, dass die KI-Chatbot-Grok weiterhin Nutzern ermöglicht, Fotos von echten Personen ohne deren Zustimmung digital zu entkleiden und in Reizwäsche zu zeigen – trotz öffentlicher Zusage von X, diese Funktion zu sperren. Die Funktion war über die standalone-App von Grok und für Premium-Nutzer auf X verfügbar. Als CBS News die Funktion erneut testete, funktionierte sie weiterhin. X gab an, im Januar 2026 technische Maßnahmen ergriffen zu haben, um die Bearbeitung von Bildern von echten Personen zu verhindern – eine Aussage, die durch die aktuellen Tests widerlegt wurde. Die britische Regierung warnte X, dass die Plattform bei Nichtbeachtung eine nationale Sperrung riskieren könnte, während die EU im Januar 2026 eine eigene Untersuchung zu Grok eingeleitet hatte. Zusätzlich wurde X im Dezember 2025 mit einer Geldstrafe von 140 Millionen Euro belegt, da das berühmte blaue Überprüfungszeichen auf der Plattform Nutzer anfällig für Betrug machte. Die jüngsten Entwicklungen sind Teil einer wachsenden regulatorischen Kritik an X in Europa. Gleichzeitig leidet die Plattform unter finanziellen Schwierigkeiten, darunter sinkende Werbeeinnahmen und ein deutlicher Wertverlust. Die xAI-Abteilung, die X im März 2025 übernommen hatte, wurde kürzlich in Musk’s Raketenfirma SpaceX aufgegangen. xAI antwortete auf Anfragen zu den Ermittlungen mit einem automatisierten Text: „Legacy media lies“ („Traditionelle Medien lügen“). Die Pariser Staatsanwaltschaft kündigte an, künftig über LinkedIn und Instagram zu kommunizieren, anstatt über X.

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