KI-System verpasst Namen bei Abschlussfeier
Die Abschlusszeremonie des Glendale Community College geriet kürzlich ins Wanken, als ein technischer Fehler mehrere Absolventen vom Rampenlicht ausschloss. Der Vorfall wurde auf ein neu eingeführtes künstliches Intelligenz-System zurückgeführt, das die Namen der Studierenden im Zeremonienprogramm vorlesen sollte. Die Maschine versagte jedoch bei der Auslösung mehrerer Namen, was dazu führte, dass einige Studenten nicht aufgerufen wurden oder nach ihrem Durchmarsch nicht den erwarteten Jubel vernehmen konnten. Tiffany Hernandez, die Präsidentin der Hochschule, unterbrach die Zeremonie, um das Problem öffentlich zu erklären. Sie gab an, dass die Nutzung eines neuen KI-Systems für den Fehler verantwortlich sei. Diese Aussage stieß auf deutliche Missbilligung bei der anwesenden Menge, die anfing, auszupfeifen, als der Begriff Künstliche Intelligenz fiel. Der Zwischenfall dauerte etwa zehn Minuten und unterbrach den feierlichen Ablauf erheblich. Zunächst teilte Hernandez den Studierenden mit, dass sie enttäuschenderweise nicht noch einmal über die Bühne gehen könnten, um ihre Namen erneut zu hören. Sie entschuldigte sich aufrichtig bei den Absolventen und ihren Familien für die Störung. Kurz darauf kehrte die Vizepräsidentin für akademische Angelegenheiten, Lorelei Konopka, an das Podium zurück und bot scherzhaft an, einen Teil der Zeremonie ohne KI durchzuführen. Nach weiteren Verzögerungen gab die Präsidentin dann bekannt, dass sich die Situation geändert habe: Die betroffenen Absolventen würden nun eine zweite Runde über die Bühne drehen, diesmal jedoch mit menschlichen Ansagern. Ein offizieller Vertreter der Hochschule bestätigte gegenüber den Medien, dass ein technisches Problem vorlag, das innerhalb der Zeremonie behoben wurde. In einer E-Mail hieß es, dass die Hochschule den Absolventen direkt entschuldigt habe und an einer Überprüfung des Vorfalls arbeite. Interessanterweise erwähnte der schriftliche Entschuldigungsbrief, der später in sozialen Medien geteilt wurde, die Ursache nicht explizit als KI-Fehler. Die Absolventin Grace Reimer berichtete, dass sie den Fehler bemerkt habe, da ihrer Familie nicht so laut Beifall klatschte wie erwartet. Sie postete anschließend Bilder des offiziellen Briefes der Präsidentin auf TikTok, was die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Vorfall lenkte. Dieser Vorfall ist Teil eines größeren Trends während der diesjährigen Abschlussaison, in der KI ein kontroverses Thema ist. An anderen Universitäten führten Erwähnungen von Künstlicher Intelligenz in Reden von prominenten Sprechern ebenfalls zu Pfiffen und Unmut seitens der Studierenden. Während einige Absolventen skeptisch reagierten, argumentierten andere Vertreter wie der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt oder Scott Borchetta, dass KI ein Werkzeug sei, das man sinnvoll nutzen müsse. Der Zwischenfall in Glendale zeigt jedoch anschaulich, dass der Einsatz automatisierter Systeme in traditionellen Zeremonien noch nicht vollständig bereit für den massenhaften Einsatz ist und das Vertrauen der Absolventen eine sensible Angelegenheit bleibt.
