Gemini automatisiert mehrstufige Aufgaben auf Android
Google hat am Mittwoch eine Reihe neuer Updates für seine AI-Features im Gemini-Ökosystem für Android angekündigt. Der wichtigste Neuerung ist eine erweiterte Automatisierungsfunktion, die es Nutzern ermöglicht, komplexe, mehrstufige Aufgaben wie das Buchen eines Uber-Fahrzeugs oder die Bestellung von Essen über Lieferdienste mit Hilfe von Gemini zu erledigen. Diese Funktionen sollen den Nutzern helfen, ihre To-do-Listen an die KI zu delegieren. Allerdings sind die derzeit möglichen Aufgaben noch begrenzt. Die Automatisierung ist zunächst nur in der Beta-Version verfügbar und beschränkt sich auf ausgewählte Apps im Bereich Essen, Lebensmittel und Fahrdienste. Zudem ist sie nur in den USA und Südkorea sowie auf bestimmten Geräten wie dem Pixel 10, Pixel 10 Pro und der Galaxy S26-Serie über die Gemini-App nutzbar. Um Sicherheit zu gewährleisten, muss jede Automatisierung explizit vom Nutzer gestartet werden. Während der Ausführung kann der Benutzer den Fortschritt in Echtzeit verfolgen und den Vorgang jederzeit stoppen, falls Fehler auftreten oder der Prozess stecken bleibt. Die Aufgaben laufen in einer sicheren, virtuellen Umgebung auf dem Gerät, die nur auf bestimmte Apps zugreifen darf und keinen Zugriff auf den gesamten Datenbestand des Telefons ermöglicht. Die Funktion passt in die wachsende Entwicklung, bei der KI immer mehr Alltagsaufgaben übernimmt. Ähnliche Funktionen gibt es bereits bei ChatGPT, das Benutzern erlaubt, Aufgaben zu planen und zu automatisieren, etwa Kalendereinträge zu verwalten oder Präsentationen zu erstellen. Anthropic bietet mit Cowork eine KI-Lösung an, die auch Nicht-Entwickler bei der Automatisierung von Datei- und Aufgabenmanagement unterstützt. Auch das Tool OpenClaw hat kürzlich Aufmerksamkeit erregt, da es Aufgaben wie E-Mail-Versand, Kalenderverwaltung und Flugcheck-ins übernehmen kann. Weitere Aktualisierungen betreffen die Erweiterung der Scam Detection-Funktion für Anrufe. Diese ist nun auch auf den Samsung Galaxy S26-Serien-Geräten in den USA verfügbar, nachdem sie bereits auf Pixel-Telefonen in mehreren Ländern wie den USA, Australien, Kanada, Indien, Irland und dem Vereinigten Königreich läuft. Zudem nutzt Google nun sein auf dem Gerät laufendes Gemini-Modell, um Betrugs-Nachrichten in den USA, Kanada und Großbritannien zu erkennen – zunächst auf Pixel 10-Serien, bald auch auf Galaxy S26-Geräten. Ein weiterer Fortschritt betrifft die Circle to Search-Funktion, die es Nutzern ermöglicht, mit Gesten wie Umkreisen oder Strichen nach allem zu suchen, was auf dem Bildschirm zu sehen ist. Bisher konnte nur ein einzelnes Objekt identifiziert werden, jetzt können beispielsweise ganze Outfits mit Kleidung und Accessoires gleichzeitig erfasst und nach Informationen gesucht werden. Google rollt solche Gemini-Updates regelmäßig über neue Android-Updates und die sogenannten Pixel Drops für seine eigenen Geräte aus. Während Google kontinuierlich Fortschritte macht, bleibt Apple mit seiner geplanten AI-Überarbeitung von Siri zurück, deren Einführung erneut verschoben wurde und nun erst später in diesem Jahr erwartet wird.
