OpenAI stellt mit „Critterz“ AI-Animation vor – 2026 in den Kinos
OpenAI setzt mit dem animierten Film „Critterz“ ein klares Signal an Hollywood: Die KI-Firma will durch ein eigenes, vollständig mit KI-Tools produziertes Kinowerk beweisen, dass künstliche Intelligenz qualitativ hochwertige, marktfähige Unterhaltung liefern kann. Laut der Wall Street Journal soll der Film 2026 weltweit in die Kinos kommen, mit einer Premiere am Cannes Film Festival als Höhepunkt. „Critterz“ wird mit einem Budget von unter 30 Millionen US-Dollar innerhalb von nur neun Monaten produziert – ein Bruchteil der üblichen Produktionskosten für Animationsfilme, die oft Hunderte Millionen verschlingen. Zentrales Werkzeug dabei ist GPT-5, OpenAIs neuestes, hochentwickeltes Sprachmodell, das kreativen Prozessen in Drehbuch, Storyboard und Szenenentwicklung zugrunde liegt. Zusätzlich werden KI-Technologien für Animation, Charakterdesign und Soundgestaltung eingesetzt. Die Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit den Filmstudios Native Foreign aus Los Angeles und Vertigo Films aus London. Gemeinsam mit OpenAI sollen sie zeigen, dass KI nicht nur Kosten senken, sondern auch kreative Innovation fördern kann. Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe kleiner, anthropomorpher Tiere, die in einer surrealen Welt ums Überleben kämpfen – ein Genre, das besonders gut von KI-Tools genutzt werden kann, da es viel Fantasie, kreative Weltgestaltung und visuelle Vielfalt erfordert. Doch die Branche bleibt skeptisch. Trotz der beeindruckenden Effizienz und Kosteneinsparungen stößt OpenAIs Vorstoß auf erhebliche Widerstände. Hollywood-Produzenten zögern, große Investitionen in KI-basierte Produktionen zu tätigen, vor allem wegen der ungelösten Fragen rund um Urheberrechte, die kreative Kontrolle von Künstlern und die mögliche Entwertung menschlicher Kreativität. Zudem haben die Screen Actors Guild (SAG) und die Writers Guild of America (WGA) bereits Warnungen ausgesprochen und Forderungen nach strengen Regulierungen erhoben, um die Rechte von Künstlern zu schützen. Dennoch könnte „Critterz“ ein Wendepunkt sein. Wenn der Film nicht nur technisch überzeugt, sondern auch künstlerisch und emotional anspricht, könnte er die Skepsis der Branche brechen und eine neue Ära der KI-gestützten Filmproduktion einläuten. OpenAI will mit dem Projekt nicht nur ein Produkt, sondern eine Vision vermarkten: eine schnellere, kostengünstigere und zugleich kreativ offene Filmproduktion, die auch unabhängigen Studios neue Möglichkeiten eröffnet. Industrieexperten sehen die Initiative als mutigen, aber riskanten Schritt. „Wenn OpenAI mit „Critterz“ Erfolg hat, könnte das ganze Studio-Ökosystem umgestürzt werden“, sagt ein Filmproduzent aus Los Angeles. „Aber wenn es nur ein technisches Spielzeug ohne emotionale Tiefe ist, bleibt es eine PR-Aktion.“ OpenAI selbst positioniert sich als Innovator, nicht als Ersatz für Menschen – doch die Grenze zwischen Unterstützung und Substitution bleibt unscharf. Die Welt wird 2026 nicht nur auf den Film, sondern auf das Zeichen achten, das er für die Zukunft der Filmindustrie setzt.
