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Burry warnt vor AI-Blase: „Zu groß, um gerettet zu werden“

Michael Burry, der berühmte Investor aus dem Film „The Big Short“, warnt erneut vor einer riesigen Technologieblase – diesmal im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). In einem Beitrag auf X (früher Twitter) beschreibt er die aktuelle KI-Explosion als eine „Blase von epischer Größenordnung“, die „zu groß sei, um gerettet zu werden“. Er geht davon aus, dass die Regierung alles in ihrer Macht Stehende tun werde, um die KI-Blase zu retten – und damit den Aktienmarkt und die Wirtschaft – doch letztlich sei das Ziel vergeblich. Burry, der sich durch seine präzise Vorhersage der Immobilienkrise 2007–2008 einen Namen gemacht hat, sieht in der derzeitigen KI-Begeisterung eine klassische Manie, gekennzeichnet durch übermäßige Ausgaben, hohe Verschuldung und überzogene Erwartungen. Seine Warnung folgte einer kritischen Analyse von George Noble, ehemaliger Hedgefondsmanager und ehemaliger Assistent von Peter Lynch bei Fidelity, der behauptete, dass OpenAI „in Echtzeit auseinanderfällt“. Noble verweist auf wachsende Probleme bei OpenAI: starke Konkurrenz durch Google’s Gemini 3, steigende Kosten, massive Verluste und den Rechtsstreit mit Elon Musk. Burry bekräftigt diese Sichtweise und betont, dass die riesigen Investitionen der reichsten Unternehmen der Welt – insbesondere in KI-Infrastruktur – nicht ausreichen würden, um die Blase zu retten. In seinem ersten Substack-Beitrag kritisierte er OpenAIs ambitioniertes Ziel, über acht Jahre hinweg 1,4 Billionen Dollar auszugeben – ein „traumhafter“ Plan, der auf einer Illusion beruhe. Burry vergleicht OpenAI mit Netscape aus der Dotcom-Ära: ein Pionier, der zwar die Technologie vorantrieb, aber letztlich durch hohe Verluste und mangelndes Geschäftsmodell scheiterte. Er kritisiert auch die rasante Umsatzsteigerung von OpenAI – von 2 Milliarden Dollar im Jahr 2023 auf über 20 Milliarden im vergangenen Jahr – als unzureichend, um die Kosten zu decken. Wenn OpenAI börsennotiert wäre, würde er es laut Burry sofort shorten. Die acht wertvollsten US-Unternehmen – Nvidia, Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon, Broadcom, Meta und Tesla – setzen massiv auf KI und treiben die Investitionen voran. Ihre Gesamtkapitalisierung liegt bei über 22 Billionen Dollar. Die Ähnlichkeit mit der Finanzkrise 2008 ist offensichtlich: Damals wurde die „zu groß, um scheitern zu können“-Logik angewandt, um Banken zu retten – mit heftiger Kritik an der Gerechtigkeit solcher Maßnahmen. Experten sind uneinig: Jeremy Grantham, ein erfahrener Anleger und Bubble-Experte, sagt, die Wahrscheinlichkeit, dass die KI-Blase nicht platzt, sei „nahezu null“. Andere wie Kevin O’Leary und Ross Gerber hingegen sehen in der KI eine echte Produktivitätsrevolution, die Wachstum und Innovation antreibt. Insgesamt stellt Burrys Warnung eine radikale Gegenstimme zur allgemeinen KI-Begeisterung dar – eine kritische Perspektive, die die Gefahren von übermäßiger Spekulation und fehlenden Fundamenten in der Technologieentwicklung hervorhebt.

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