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AI könnte Ungleichheit verstärken – Fink fordert gerechtere Wohlstandsteilung

Larry Fink, Chef der weltweit größten Vermögensverwaltungsgesellschaft BlackRock und interimistischer Co-Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums, hat in seiner Eröffnungsrede auf dem jährlichen Treffen in Davos eine scharfe Kritik am Kapitalismus geübt. Obwohl seit dem Fall der Berliner Mauer mehr Wohlstand geschaffen wurde als je zuvor in der Menschheitsgeschichte, habe sich dieser Wohlstand nicht gerecht verteilt, betonte Fink. In fortgeschrittenen Volkswirtschaften konzentriere sich der Reichtum zunehmend auf eine winzige Gruppe, was eine nachhaltige Gesellschaft nicht tragen könne. Besonders besorgniserregend sei die Gefahr, dass sich dieses Ungleichheitsmuster im Zeitalter der künstlichen Intelligenz wiederhole. Die ersten Gewinne aus der KI fließen laut Fink vor allem den Besitzern von Modellen, Daten und Infrastruktur zu – während viele andere, insbesondere Angestellte im weißen Kittel, gefährdet seien. „Wenn die KI den weißen-Kittel-Arbeitern das Gleiche antut, was die Globalisierung den blauen-Kittel-Arbeitern angetan hat, müssen wir das heute direkt angehen“, warnte er. Er forderte eine Neubewertung des Begriffs „Wohlstand“ und die Entwicklung eines glaubwürdigen Plans, um die Mehrheit der Bevölkerung in die Vorteile der KI-Ära einzubeziehen. „Der Kapitalismus kann sich weiterentwickeln, damit mehr Menschen zu Eigentümern des Wachstums werden statt nur Zuschauer“, sagte Fink. Zudem räumte er ein, dass das Weltwirtschaftsforum an Glaubwürdigkeit verloren habe und oft als elitär und abgehoben empfunden werde. „Davos ist eine Eliteveranstaltung, die versucht, eine Welt zu gestalten, die allen gehören sollte“, erklärte er. Um die Legitimität wiederherzustellen, müsse das Forum klarer definieren, was wirtschaftlicher Erfolg bedeutet – nicht nur anhand von Bruttosozialprodukt oder Marktkapitalisierung, sondern anhand der Erfahrungen von Menschen, die den Wohlstand tatsächlich spüren und darauf aufbauen können. Die Daten des Weltungleichheitsberichts 2026 untermauern Finks Argument: Die weltweit reichsten zehn Prozent besitzen rund 75 Prozent des gesamten Vermögens, während die ärmste Hälfte der Welt nur etwa zwei Prozent hält. Industrieexperten sehen Finks Ansprache als bedeutenden Wendepunkt. „Es ist selten, dass ein CEO von BlackRock so offen über die strukturellen Defizite des Kapitalismus spricht“, kommentierte eine Analystin des Center for Global Policy. „Seine Warnung vor einer KI-gesteuerten Ungleichheit ist nicht nur politisch relevant, sondern auch wirtschaftlich dringend.“ BlackRock selbst, mit über 10 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen, gilt als einer der wichtigsten Akteure im globalen Finanzsystem – was die Glaubwürdigkeit seiner Kritik erhöht. Die Forderung nach einer „partizipativen Wirtschaft“ könnte die Diskussion über KI-Regulierung und soziale Sicherungssysteme in den kommenden Jahren entscheidend prägen.

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