Cleerly: KI-Plaque-Messung übertrifft herkömmliche Risikobewertung
Cleerly, ein führender Anbieter künstlicher Intelligenz (KI) in der kardiovaskulären Bildgebung, präsentierte auf den American Heart Association (AHA) Scientific Sessions 2025 in New Orleans neue, bahnbrechende Studienergebnisse aus der internationalen CONFIRM2-Registry. Die Studie, titelte „Risk stratification by AI guided CT atherosclerosis quantification according to the clinical likelihood of obstructive stenosis“, analysierte Daten von 6.550 Patienten (51,6 % Frauen, durchschnittliches Alter 59 Jahre) über einen Zeitraum von durchschnittlich 4,4 Jahren. Ziel war es, die Leistungsfähigkeit einer KI-gestützten Quantifizierung von Atherosklerose mittels koronarer Computertomographie (CT) im Vergleich zu herkömmlichen Risikobewertungssystemen wie dem ASCVD-Risikoscore zu überprüfen. Die KI-Plattform von Cleerly analysiert automatisch koronare CT-Bilder, um die Menge und Verteilung von Plaques im Herzkreislaufsystem präzise zu quantifizieren – ein Prozess, der traditionell manuell und zeitaufwändig ist. Die Ergebnisse zeigten, dass die KI-gestützte Atherosklerose-Quantifizierung signifikant besser war, um kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall vorherzusagen, insbesondere bei Patienten mit mittlerem klinischem Risiko. Im Vergleich zu herkömmlichen Risikoscores, die hauptsächlich auf Faktoren wie Alter, Blutdruck, Cholesterin und Rauchen basieren, erkannte die KI-Technologie subtile, aber kritische Veränderungen in den Arterien, die vorher nicht sichtbar waren. Besonders bemerkenswert war, dass die KI-Modelle die Prognose bei Patienten mit „mittlerem“ klassifiziertem Risiko erheblich verbesserten – einer Gruppe, die oft übersehen wird, obwohl sie ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse birgt. Die Studie bestätigte, dass die KI-basierte Analyse die Vorhersagegenauigkeit um bis zu 30 % steigern kann, was zu früheren Interventionen, gezielteren Behandlungen und potenziell geringeren Gesundheitskosten führen könnte. Die Ergebnisse unterstreichen, dass KI nicht nur die Effizienz der Diagnostik steigert, sondern auch die klinische Entscheidungsfindung revolutioniert. Sie ermöglicht eine personalisierte Risikobewertung, die über reine Risikofaktoren hinausgeht und die tatsächliche biologische Belastung des Herzens erfasst. Dies könnte die kardiovaskuläre Prävention auf eine neue Ebene heben, insbesondere in der Früherkennung und im Management von asymptomatischen Patienten. Industrieexperten sehen in den Ergebnissen einen Meilenstein für die Integration von KI in die klinische Praxis. „Cleerly zeigt, dass KI nicht nur ein Hilfsmittel ist, sondern eine klinische Entscheidungshilfe, die realweltrelevante Verbesserungen bringt“, sagte ein kardiovaskulärer Spezialist aus Boston. Die Plattform ist bereits in mehreren US-amerikanischen Krankenhäusern und medizinischen Zentren im Einsatz und hat sich als zuverlässig und reproduzierbar erwiesen. Cleerly hat sich als Pionier in der KI-gestützten Herzbildgebung etabliert und arbeitet eng mit Forschungseinrichtungen und Versicherungsunternehmen zusammen, um die Implementierung in die Versorgung zu beschleunigen. Die Studie wird als Schlüsselbefund für zukünftige Leitlinien und Versorgungsmodelle angesehen.
