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Andrew Ngs IrisGo wird KI-Desktop-Buddy

Eine neue Startup-Initiative namens IrisGo strebt danach, den als proaktiv bezeichneten Bereich der künstlichen Intelligenz zu etablieren. Diese Technologie zielt darauf ab, Systemen zu ermöglichen, Bedürfnisse von Nutzern vorauszusehen und zu erfüllen, noch bevor diese selbst aktiv werden. IrisGo entwickelt dazu einen Desktop-Begleiter für Computer, der Arbeitsabläufe erlernt und diese mit minimalem menschlichem Eingriff automatisiert. Das Unternehmen schloss im laufenden Jahr eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,8 Millionen Dollar ab, die vom KI-Fonds von Andrew Ng geleitet wurde. Die Firma wurde von Jeffrey Lai gegründet, einem ehemaligen Apple-Ingenieur, der maßgeblich an der Entwicklung der chinesischen Sprachversion von Siri beteiligt war. Der Name IrisGo ist bewusst als Rückwärtschreibung von Siri gewählt. Das Grundkonzept ist einfach: Zeigt man Iris einen Prozess einmalig, merkt er sich diesen für die zukünftige Automatisierung. In einer Demonstration zeigte Lai, wie das System lernte, online Kaffee zu bestellen, einschließlich der Auswahl des Getränks, der Eingabe von Kreditkarteninformationen und des Kaufabschlusses. Bei einer erneuten Anfrage führte Iris diesen Vorgang vollständig eigenständig aus. Das übergeordnete Ziel liegt jedoch nicht im Kauf von Kaffee, sondern in der Automatisierung geschäftlicher Aufgaben. Iris bietet eine eingebaute Bibliothek mit vordefinierten Fähigkeiten, darunter das Verfassen von E-Mails, die Rechnungsbearbeitung, das Erstellen von Berichten und das Zusammenfassen von Dokumenten. Parallel dazu analysiert die Anwendung das Desktop-Verhalten des Nutzers, um potenzielle Automatisierungsaufgaben zu identifizieren. Zusätzlich verfügt Iris über einen Code-Assistenten, der Entwicklern bei der Programmierung hilft und vergleichbar mit Lösungen von OpenAI oder Anthropic ist. Lai definiert die Zielgruppe als wissensintensive Arbeitnehmer in weißen Kragen-Büros. Trotz der leistungsstarken Fähigkeiten moderner KI-Modelle empfinden viele Nutzer ihre Büroarbeit nach wie vor als manuell und repetitiv. Das Ziel ist es, diese manuellen Aufgaben zu eliminieren und den Menschen auf konzeptionelle Arbeiten zu konzentrieren, während autonome Systeme die Bürokratie im Hintergrund übernehmen. Ein entscheidendes Merkmal von Iris ist die lokale Datenverarbeitung auf dem Gerät, was den Datenschutz im Vergleich zu rein cloudbasierten Anwendungen verbessert. Die Architektur ist hybrid: Während einfache Aufgaben lokal verarbeitet werden, werden komplexere Prozesse in die Cloud ausgelagert. Das Unternehmen stellt sicher, dass diese Cloud-Verarbeitung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Nutzers und unter Verwendung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stattfindet. Die Strategie zur Skalierung des Unternehmens stützt sich stark auf die Förderung durch namhafte Persönlichkeiten und Organisationen. Andrew Ng, Mitbegründer des bekannten Forschungsteams Google Brain, unterstützte das Startup. Eine gemeinsame Verbindung an der Carnegie Mellon University ermöglichte Lai eine Treffen mit Ng, bei dem die Fähigkeiten von Iris vorgestellt wurden. Zusätzlich zu Ng AI Fund haben auch Nvidia und Google Investoren gestellt. IrisGo hat kürzlich Beta-Versionen für macOS und Windows veröffentlicht und verhandelt derzeit mit Laptop-Herstellern, um die Software vorab auf neuen Geräten zu installieren. Erste Erfolge wurden bereits mit Acer erzielt, und das Unternehmen strebt ähnliche Partnerschaften mit weiteren Geräteherstellern an.

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