Nvidia-Chef hält Vorwürfe von Kreisgeschäften für lächerlich
Nvidia-Chef Jensen Huang hat erneut die Kritik zurückgewiesen, sein jüngster Investment-Deal mit der Cloud-Plattform CoreWeave sei ein „kreisförmiges“ Geschäft zwischen AI-Chip-Herstellern und Tech-Unternehmen. Bei einer Investition von 2 Milliarden US-Dollar in CoreWeave – bestehend aus einem Kauf von Anteilen – betonte Huang, dass solche Beteiligungen lediglich einen winzigen Teil der gesamten Finanzierung darstellen, die die betroffenen Unternehmen für ihren Ausbau benötigen. „Das sind generationale Unternehmen – unsere Investitionen sind ein Zeichen des Vertrauens“, sagte er gegenüber Bloomberg. Er verwies darauf, dass die von Nvidia bereitgestellten Mittel nur ein Bruchteil der Summen seien, die beispielsweise OpenAI in den kommenden acht Jahren für Rechenzentren und Infrastruktur ausgeben werde, die sich auf rund 1,4 Billionen Dollar belaufen. Auch bei Anthropic oder Elon Musks xAI handele es sich um Projekte, die weit größere Finanzierungslücken zu schließen hätten. Huang wies die Vorwürfe, die Deals seien nur eine Schleife von Kapital zwischen engen Partnern, als „lächerlich“ zurück. Die 2 Milliarden Dollar sollen nach Angaben einer gemeinsamen Erklärung helfen, Land, Strom und Bauhüllen für neue „AI-Fabriken“ zu beschaffen, die später mit Nvidia-Chips betrieben werden. Die Investition ist Teil einer strategischen Partnerschaft, die die Infrastruktur für die nächste Generation künstlicher Intelligenz stärken soll. Dies ist nicht die erste Gelegenheit, bei der Nvidia auf Kritik aus der Wall Street reagiert. Im November hatte das Unternehmen einen offenen Brief an Analysten versandt, um Bedenken von Investor Michael Burry zu entkräften, der Nvidia mit dem damaligen Cisco verglich und angesichts der hohen Bewertungen an einer möglichen Blase zweifelte. Nvidia betonte damals die wirtschaftliche Stabilität, Transparenz und Integrität seiner Finanzberichterstattung. Burry hält an seiner Analyse fest, sieht aber keine direkte Parallele zu Enron. Industrieanalysten sehen in der Nvidia-CoreWeave-Partnerschaft eine logische Fortsetzung der strategischen Allianzen im AI-Sektor. Die Investition stärkt nicht nur CoreWeave als Cloud-Player, sondern sichert Nvidia gleichzeitig Zugang zu kritischer Rechenleistung und fördert die Ausbreitung seiner Chips. Experten halten die Kritik an „kreisförmigen“ Deals für überzogen, da die Kapitalmengen, die Nvidia bereitstellt, im Vergleich zu den Gesamtkosten der AI-Infrastruktur vernachlässigbar sind. CoreWeave, gegründet 2018, hat sich auf Hochleistungs-Cloud-Dienste für KI spezialisiert und zählt zu den führenden Anbietern für GPU-basierte Rechenzentren. Nvidia, mit einer Marktkapitalisierung von über 3 Billionen Dollar, positioniert sich weiterhin als zentraler Treiber der KI-Revolution – nicht nur durch Hardware, sondern auch durch strategische Beteiligungen, die die gesamte Wertschöpfungskette stärken.
