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Ex-Sequoia-Partner gründet KI-Startup Blockit für automatisierte Terminplanung

Kais Khimji, ehemaliger Partner bei der renommierten Risikokapitalfirma Sequoia Capital, hat mit Blockit ein neues Startup gegründet, das Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um den Kalender von Nutzern autonom zu verwalten. Nach mehr als einem Jahrzehnt als Investitionsstratege, darunter sechs Jahre bei Sequoia, hat sich Khimji nun endlich seinem langgehegten Traum einer eigenen Gründung gewidmet – ein Projekt, das er bereits als Student an der Harvard University begonnen hatte. Blockit ist die Antwort auf ein alltägliches, aber oft frustrierendes Problem: die manuelle Koordination von Terminen zwischen mehreren Parteien. Im Gegensatz zu etablierten Tools wie Calendly, das auf geteilten Links basiert, vermitteln Blockits KI-Agenten direkt miteinander, um Termine ohne menschliches Zutun zu vereinbaren. Nutzer können den Agenten per E-Mail oder Slack ansprechen, woraufhin dieser automatisch die verfügbaren Zeiten abfragt, Verhandlungen führt und einen passenden Termin vorschlägt – inklusive Ort und Dauer – unter Berücksichtigung individueller Präferenzen wie „nicht verschiebbare“ Meetings oder flexiblen Zeitfenstern. Die Technologie setzt auf Fortschritte in der KI, insbesondere in großen Sprachmodellen (LLMs), um den Kontext und die Nuancen menschlicher Kommunikation zu erfassen. Blockit kann beispielsweise unterscheiden, ob eine E-Mail formell oder informell verfasst ist, und entsprechend die Priorität eines Treffens festlegen. So kann ein Meeting mit „Best regards“ höher priorisiert werden als eines mit „Cheers“. Die Plattform lernt zudem aus dem Verhalten der Nutzer und baut so sogenannte „Context Graphs“ auf – ein Konzept, das von Investoren wie Jaya Gupta und Ashu Garg von Foundation Capital als Schlüssel für die nächste Generation von KI-Agenten bezeichnet wird. Diese Graphen erfassen nicht nur „was“ geschieht, sondern auch „warum“ – das implizite Wissen hinter Entscheidungen, das bisher nur im Kopf der Menschen existierte. Mit einer Seed-Runde von 5 Millionen US-Dollar, die von Sequoia geführt wurde, erhält Blockit nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine starke strategische Verbindung zu einem der weltweit führenden VC-Player. Pat Grady, General Partner bei Sequoia, sprach von einem potenziellen Wachstum bis zu einer Milliarden-Umsatzmarke. Blockit ist bereits in über 200 Unternehmen im Einsatz, darunter Tech-Startups wie Together.ai, die FinTech-Firma Brex, der Roboterhersteller Rogo sowie renommierte Investoren wie a16z, Accel und Index. Die App ist zunächst 30 Tage kostenlos nutzbar, danach kostet eine Einzelnutzung 1.000 Dollar jährlich, eine Team-Lizenz mit mehreren Nutzern 5.000 Dollar pro Jahr. Industrieexperten sehen in Blockit eine bedeutende Entwicklung im Bereich der KI-gestützten Arbeitsplatzautomation. Die Fähigkeit, menschliche Kontexte und Prioritäten zu erfassen, könnte die Produktivität erheblich steigern – besonders in schnelllebigen Umgebungen wie Startups oder Venture Capital. Die Integration in bestehende Kommunikationskanäle wie Slack und E-Mail macht die Nutzung nahtlos. Blockits Erfolg hängt jedoch davon ab, wie gut die KI die Komplexität menschlicher Interaktionen meistert – und ob Unternehmen bereit sind, ihre Kalender einer Maschine zu überlassen. Falls das gelingt, könnte Blockit nicht nur ein Standardtool werden, sondern eine neue Ära der digitalen Arbeitsorganisation einleiten.

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