TRATON und PlusAI verstärken Partnerschaft für autonome Lkw-Expansion
PlusAI und die TRATON GROUP erweitern ihre globale Partnerschaft, um die kommerzielle Einführung autonomer Lkw auf Autobahnen in den USA und Europa zu beschleunigen. Die Zusammenarbeit baut auf einer 2024 vereinbarten Kooperation auf, bei der PlusAIs Virtual-Drive-System SuperDrive™ als autonomes Fahrplattform für die Marken Scania, MAN und International ausgewählt wurde. Seitdem haben beide Unternehmen bedeutende technische Fortschritte erzielt, darunter erfolgreiche Fahrzeugtests ohne Fahrer und Pilotprojekte mit großen Logistikunternehmen, darunter eine Flottenprüfung in Texas. Jetzt wird die Partnerschaft durch eine neue Vereinbarung gestärkt: TRATON stellt bis zu 25 Millionen US-Dollar an nicht dilutive Forschungs- und Entwicklungsmittel zur Verfügung, um die Integration von SuperDrive™ in die Produktionslinien der TRATON-Brands zu beschleunigen. Zudem wird TRATON einen Vertreter in den Board of Directors von PlusAI benennen, sobald die geplante Börsennotierung über Churchill Capital Corp IX (Nasdaq: CCIX) abgeschlossen ist. Zusätzlich erhält TRATON Warrants, die sich nach Erreichen von Umsatzmeilensteinen im kommerziellen Einsatz verdoppeln – ein Anreizsystem, das die gemeinsame Zielsetzung der Skalierung fördert. Für Niklas Klingenberg, Mitglied der Geschäftsführung von TRATON für Forschung und Entwicklung, ist Autonomie ein strategisches Kernstück der langfristigen Technologiestrategie. Er betont, dass PlusAI durch technische Kompetenz und schnelle Umsetzung über die Erwartungen hinausgegangen sei. Die gemeinsame Entwicklung von fabrikintegrierten autonomen Lkw soll die Verfügbarkeit, Sicherheit und Effizienz im Güterverkehr steigern – besonders in Zeiten von Fahrerengpässen und steigenden Kosten. David Liu, CEO von PlusAI, sieht die Partnerschaft als Meilenstein: „Wir haben Autonomie von der Laborphase in die Serienfertigung und nun in den realen Betrieb gebracht.“ Mit einem einheitlichen Level-4-Software-Stack in Europa und den USA, nachgewiesener Integration in mehreren Fahrzeugplattformen und laufenden Piloten sei die Basis für eine breite Markteinführung gelegt. Die gemeinsame Roadmap sieht die Skalierung der Operationen in Texas, weitere Kundenpiloten in verschiedenen Logistiknetzwerken und die Vorbereitung der Produktion auf industrielle Maßstäbe vor. Ziel ist es, bis 2026 eine robuste Infrastruktur für den kommerziellen Einsatz zu schaffen – unterstützt durch kontinuierliche Validierung der Sicherheitsstandards und die Entwicklung von Operations-Design-Domänen (ODDs) für Schlüsselkorridore. Die Details werden auf der Investor Day-Veranstaltung von PlusAI am 28. Januar 2026 vorgestellt. Die Zusammenarbeit ist ein klares Signal für die Reife der autonomen Lkw-Technologie. TRATON, mit über 305.000 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2025, bringt die erforderliche Produktions- und Service-Infrastruktur mit, während PlusAI mit seiner AI-nativen Architektur – basierend auf mehr als sieben Millionen Meilen realer Fahrdaten und einem „Reasoning–Reflex“-Modell – eine führende Rolle im Bereich autonome Lastwagen einnimmt. Die Partnerschaft ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen, effizienteren und sichereren Güterlogistik. Bewertung durch Branchenexperten: Industrieanalysten sehen die Erweiterung als Bestätigung der Reife der autonomen Lkw-Technologie. „TRATON investiert nicht nur Geld, sondern auch strategische Glaubwürdigkeit – das ist ein starkes Signal für die Branche“, sagt ein Experte für autonome Systeme. PlusAI, das seit 2016 in Silicon Valley agiert, hat sich als innovativer AI-Spezialist etabliert, der traditionelle Hand-Coding-Modelle durch maschinelles Lernen ersetzt. Die Verbindung mit einem globalen OEM wie TRATON erhöht die Chancen auf breite Akzeptanz. Die Warrant-Struktur zeigt zudem, dass beide Parteien auf gemeinsame Erfolge setzen – ein Zeichen für langfristige Vertrauensbildung. Die geplante Börsennotierung über Churchill IX könnte zusätzliche Kapitalquellen für die Skalierung bieten. Allerdings bleiben Risiken wie regulatorische Hürden, technische Herausforderungen bei Edge-Cases und die Akzeptanz durch Flottenbetreiber bestehen. Die kommenden Pilotprojekte und die Transparenz bei KPIs werden entscheidend sein, um das Vertrauen von Investoren und Kunden zu stärken.
