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Teenager bauen kostengünstige AI-Brillen für Sehbehinderte

Drei 15-jährige Schüler aus Santa Clara – Akhil Nagori, Evann Sun und Lucas Shengwen Yen – haben bei der Thermo Fisher Scientific Junior Innovators Challenge einen Preis von 10.000 US-Dollar gewonnen, indem sie eine künstliche Intelligenz-gestützte Smartglasses-Prototypen für unter 100 US-Dollar entwickelten. Ihr Ziel: eine kostengünstige, zugängliche Lösung für sehbehinderte Schüler, die Texte in Echtzeit in Sprache umwandelt. Die Brille erfasst Texte per Kamera, verarbeitet sie mit einem selbst trainierten künstlichen neuronalen Netzwerk (CRNN) und spricht sie über winzige Lautsprecher in den Gläsern aus. Die Genauigkeit liegt bei über 90 Prozent, und die durchschnittliche Verarbeitungszeit beträgt etwa 13 Sekunden. Die Idee entstand, als Nagori seinen sehbehinderten Großonkel in Indien besuchte, der Braille-Quittungen manuell durchgehen musste. Um das System zu trainieren, sammelten die Jungen 800 Bilder aus Schulbüchern und anderen Lernmaterialien unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen – im Klassenzimmer, bei schlechtem Licht und im Freien. Die Hardware wurde mit Fusion 360 entworfen und mit einem 3D-Drucker hergestellt, wobei alle Komponenten – Kamera, Raspberry Pi, Batterie, Lautsprecher und Schalter – in die Brille integriert wurden. Ein kritischer Moment kam kurz vor der Präsentation, als die Lötverbindungen am Raspberry Pi abgefallen waren. Die Jungen retteten das Projekt in der Nacht vor dem Wettbewerb mit Hilfe eines Notfall-Soldering-Set, das ihr Vater besorgte. Obwohl sie ursprünglich nicht nominiert waren, überzeugten sie die Jury durch ihre Innovationskraft und Durchhaltevermögen. Neben dem Hauptpreis erhielt Nagori den Thermo Fisher Scientific Leadership Award, Sun den Lemelson Foundation Award for Invention. Die Jungen arbeiten nun an der Skalierung ihrer Technologie, erhalten dafür ein Fördergeld von 5.000 US-Dollar, und planen, ihre Brille in Schulen in Kalifornien einzuführen. In ihrem Garagenlabor laufen bereits die Vorbereitungen für die Produktion von 30 Exemplaren. Die Leistung der drei Teenager ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Innovationskraft junger Talente in der Technik. Branchenexperten betonen, dass ihre Lösung nicht nur kostengünstig, sondern auch skalierbar und auf reale Bedürfnisse zugeschnitten ist – ein seltener Mix in der Welt der Wearable-AI. Die Kombination aus präzisem Datensatz, robuster Hardware und einem klaren sozialen Anwendungsfall hebt ihre Arbeit über typische Schülerprojekte hinaus. Die Tatsache, dass sie mit einfachen Mitteln und ohne institutionelle Unterstützung arbeiteten, unterstreicht den Wert von Selbstgesteuertem Lernen in STEM-Fächern. Die Jungen repräsentieren eine neue Generation von Technologie-Entrepreneuren, die nicht nur technische Lösungen entwickeln, sondern auch soziale Probleme adressieren. Ihre Geschichte könnte als Vorbild für zukünftige Bildungsprogramme dienen, die Kreativität, technisches Know-how und soziale Verantwortung verbinden.

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