Apple stärkt AI-Steuerung für Unternehmen mit neuen Konfigurationsoptionen
Apple bereitet sich auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen vor, indem es neue Konfigurationsoptionen für ChatGPT in der Enterprise einführt. Mit den Software-Updates im September ermöglicht das Unternehmen IT-Abteilungen nun, den Zugriff auf künstliche Intelligenz detailliert zu steuern – insbesondere durch die Integration einer Unternehmensversion von OpenAI’s ChatGPT. Diese Version wird bereits von über fünf Millionen Unternehmen genutzt, um AI-Agenten mit internen Daten zu verbinden. Besonders bemerkenswert ist, dass Apple nicht nur ChatGPT, sondern jede externe KI-Plattform kontrollieren lässt. In den Support-Dokumenten wird deutlich, dass Administratoren beliebige Drittanbieter-KI-Service an- oder abschalten können – eine flexible Architektur, die zukünftige Partnerschaften mit anderen KI-Anbietern wie Google, Microsoft oder Anthropic ermöglicht, ohne dass Apple die Infrastruktur neu programmieren müsste. Gleichzeitig baut Apple seine eigene AI-Infrastruktur aus, etwa mit den Funktionen von Apple Intelligence, die auf Geräten lokal oder über das Private Cloud Compute-System laufen. Während Apple auf die Sicherheit und Datensparsamkeit setzt, erkennt es an, dass Unternehmen unterschiedliche Anforderungen haben. Daher bleibt die Entscheidung, ob Daten in der Cloud oder lokal verarbeitet werden, bei den Unternehmen. Auch der Zugriff auf ChatGPT-Cloud-Dienste kann unabhängig von einem eigenen Enterprise-Abonnement gesteuert werden – ein wichtiger Punkt, da Apple die KI-Anfragen zwischen eigenen Cloud-Diensten und ChatGPT trennt, was die Deaktivierung vereinfacht. Neben den KI-Updates bringt Apple weitere Unternehmensfunktionen mit: Ein neuer API-Service für Apple Business Manager erlaubt die Integration in MDM-Systeme, Inventar-Tools und Helpdesk-Lösungen. Neue Geräte-Management-Tools erleichtern den Wechsel zwischen Verwaltungssystemen – besonders relevant bei Unternehmensfusionen. Die Funktion „Return to Service“ wird erweitert: Geräte können nun schneller für neue Nutzer bereitgestellt werden, ohne Apps neu installieren zu müssen, und ist erstmals auch für die Vision Pro verfügbar. Auf gemeinsam genutzten Macs gibt es nun eine authentifizierte Gast-Modus-Funktion, die nach der Abmeldung Nutzerdaten löscht, aber Apps behält. Zudem können Unternehmen NFC-Reader an Macs anbinden, um mit Apple Watch oder iPhone einfach einzuloggen. Diese Funktionen erscheinen im September als Teil umfassender Software-Updates für iPhone, iPad, Mac und andere Geräte. Apple zeigt so, dass es nicht nur Endnutzer, sondern auch Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen will – mit Fokus auf Sicherheit, Flexibilität und Integration. Branchenexperten sehen die neuen Funktionen als strategischen Schritt, um Apple im Wettbewerb mit Microsoft und Google im Enterprise-KI-Sektor stärker zu positionieren. Die offene Architektur für externe KI-Dienste zeigt, dass Apple auf Partnerschaften setzt, statt sich auf eine einzige Plattform zu verlassen. Apple Business Manager und die Device-Management-Tools unterstreichen zudem die Zielrichtung: Unternehmen sollen die Kontrolle behalten, ohne auf Komplexität zu verzichten. Die Vision Pro-Unterstützung zeigt zudem, dass Apple auch in neuen Hardware-Kategorien die Enterprise-Integration vorantreibt.
