NVIDIA und Microsoft bauen gemeinsam AI-Superfabriken mit Blackwell-Technologie auf
NVIDIA und Microsoft erweitern ihre strategische Zusammenarbeit im Zuge der Microsoft Ignite-Konferenz, um die Leistungsfähigkeit von KI-Superfabriken zu steigern. Zentrales Element ist der neue Microsoft Fairwater AI-Superfactory in Wisconsin, der mit einem neuen Standort in Atlanta, Georgia, vernetzt ist und tausende NVIDIA Blackwell-GPUs für großflächiges Training von KI-Modellen nutzt. Zusätzlich werden über 100.000 Blackwell Ultra-GPUs in NVIDIA GB300 NVL72-Systemen weltweit eingesetzt, um inferenzintensive Anwendungen zu beschleunigen. Die Infrastruktur wird durch next-generation NVIDIA Spectrum-X-Ethernet-Switches optimiert, die die nötige Skalierbarkeit, Leistung und Effizienz für die Anforderungen von OpenAI und anderen KI-Workloads bieten. Gleichzeitig startet die öffentliche Vorschau der neuen Azure NCv6-VMs mit NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition-GPUs, die flexible, leistungsstarke Beschleunigung für multimodale KI, industrielle Digitalisierung über NVIDIA Omniverse, wissenschaftliche Simulationen und Echtzeit-Visualisierung ermöglichen – von der Cloud bis zum Edge über Azure Local. Die Plattformen von NVIDIA und Microsoft sind zentral für die Entwicklung einer „fungiblen KI-Flotte“, die beliebige Workloads mit maximaler Effizienz beschleunigt. Durch kontinuierliche, full-stack-Software-Optimierungen, insbesondere mit TensorRT-LLM und der NVIDIA DGX Cloud Benchmarking-Suite, wurden Leistungssteigerungen erzielt, die die Kosten für gängige GPT-Modelle auf Azure in zwei Jahren um über 90 % senkten. Dies macht ehemals theoretische KI-Projekte wirtschaftlich realisierbar. Die Integration von NVIDIA Nemotron-Modellen in Microsoft SQL Server 2025 ermöglicht sichere, GPU-optimierte Retrieval-augmented Generation direkt in Unternehmensdatenbanken, unabhängig von Cloud oder On-Premise. Gleichzeitig erweitert die Verbindung des NVIDIA NeMo Agent Toolkit mit Microsoft Agent 365 die Möglichkeiten, kompatible, unternehmensfähige KI-Agenten in Anwendungen wie Outlook, Teams, Word und SharePoint zu entwickeln und einzubinden. Sicherheit und physische KI sind weitere Schwerpunkte: Mit dem NVIDIA Dynamo-Triton-Framework und TensorRT werden neuartige adversarische Lernmodelle für Echtzeit-Sicherheitsbedrohungen entwickelt, die eine 160-fach höhere Geschwindigkeit gegenüber CPU-basierten Methoden erreichen. In der Industrie ermöglicht die Integration von NVIDIA Omniverse-Bibliotheken in Azure die vollständige Digitalisierung von Produktionsprozessen – von der Simulation mit Synopsys und Sight Machine bis zur Robotik mit Isaac Sim und Isaac Lab. Unternehmen wie Hexagon und Wandelbots nutzen die Plattform, um Roboter-Workflows effizienter zu gestalten. Zudem wird die OpenUSD-Interoperabilität standardisiert, um 3D-Simulationen und digitale Inhalte in der Cloud nahtlos zu verbinden. Die Kooperation mit Anthropic, die heute angekündigt wurde, zielt auf die Optimierung von Modellen für Leistung, Effizienz und Gesamtkosten, sowie die zukünftige Anpassung von NVIDIA-Architekturen an Anthropic-Workloads. Industrieexperten betonen, dass die enge System-und-Stack-Integration von NVIDIA und Microsoft die KI-Infrastruktur maßgeblich voranbringt. Die Kombination aus leistungsstarken Chips, skalierbaren Cloud-Plattformen und tiefgreifender Software-Optimierung schafft einen wettbewerbsfähigen Vorteil, der nicht nur technologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen bietet. Beide Unternehmen positionieren sich als zentrale Akteure im globalen KI-Ökosystem, wobei die Fokussierung auf physische KI, Sicherheit und Unternehmensintegration den Weg für eine neue Ära der intelligenten Automatisierung und digitalen Transformation ebnen.
