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Künstliche Intelligenz belastet Umwelt mit Rekordverbrauch an Wasser und Strom

Im Jahr 2025 hat die künstliche Intelligenz (KI) erhebliche Umweltauswirkungen verursacht: Laut einer neuen Studie des Wissenschaftlers Alex de Vries-Gao vom VU Amsterdam Institute for Environmental Studies erzeugt KI jährlich zwischen 32,6 und 79,7 Millionen Tonnen CO₂ – das entspricht etwa dem jährlichen Ausstoß von New York City. Gleichzeitig verbraucht KI zwischen 312,5 und 764,6 Milliarden Liter Wasser, was mehr ist als der weltweite Verbrauch an Flaschenwasser. Die Zahlen basieren auf Schätzungen, da Tech-Unternehmen selten detaillierte Angaben zu Energie- und Wasserverbrauch spezifisch für KI-Systeme machen. De Vries-Gao nutzte Analysen von Marktforschern, Unternehmensberichten und Earnings Calls, um den Energiebedarf von KI-Hardware abzuschätzen, der voraussichtlich 23 Gigawatt erreichen könnte – mehr als der Bitcoin-Mining-Verbrauch im Jahr 2024. Da Datenzentren zum Kühlen ihrer Server Wasser benötigen und der Strom für diese Zentren oft aus fossilen Quellen stammt, ist der Wasserverbrauch eng mit dem Energieverbrauch verknüpft. Die Expansion von KI-basierten Datenzentren treibt zudem den Bau neuer Kraftwerke voran, was den Wasserverbrauch und die Emissionen weiter erhöht. Obwohl die Studie als konservativ gilt, berücksichtigt sie nur den Betriebsverbrauch, nicht die Umweltauswirkungen der Produktion, des Lebenszyklus und der Entsorgung von Hardware. Experten wie Shaolei Ren von der University of California, Riverside, betonen, dass die Zahlen realistisch, aber noch unter dem tatsächlichen Impact liegen könnten. In den USA wächst der Widerstand gegen neue Datenzentren, da lokale Gemeinden um Wasser- und Energieversorgung bangen. De Vries-Gao fordert Transparenz: Ohne klare Daten sei eine sinnvolle Debatte über die Nachhaltigkeit von KI unmöglich. Die fehlende Offenlegung von Standorten, Emissionsquellen und KI-spezifischen Ressourcenverbräuchen behindert eine fundierte Bewertung. Die Studie unterstreicht, dass der KI-Boom nicht nur technologische, sondern auch ökologische und soziale Konsequenzen hat – und dass die Gesellschaft sich fragen muss, ob sie diese Last tragen will. Die Analyse wird von Branchenexperten als dringend notwendig und langfristig zukunftsweisend angesehen. KI-Entwickler wie NVIDIA, Google und Microsoft verfügen über umfangreiche Ressourcen, aber ihre Berichterstattung bleibt unvollständig. Die fehlende Transparenz behindert nicht nur wissenschaftliche Forschung, sondern auch politische Entscheidungen. KI-Systeme, die in Rechenzentren mit fossilen Energien betrieben werden, tragen erheblich zum Klimawandel bei, während der Wasserbedarf in trockenen Regionen wie Kalifornien oder Texas zu Spannungen mit der Bevölkerung führt. Die Studie unterstreicht, dass die Umweltkosten von KI nicht nur in der Technik liegen, sondern in der gesamten Wertschöpfungskette. Ohne verbindliche Berichtspflichten und internationale Standards wird die KI-Entwicklung zu einer ökologischen Belastung, die langfristig die Infrastruktur, die Ressourcen und die Gerechtigkeit gefährdet. Die Forderung nach Transparenz ist daher nicht nur wissenschaftlich, sondern auch ethisch und politisch notwendig.

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