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ASML legt nach Rekordaufträgen und AI-Trend um 7 % zu

ASML, der niederländische Halbleiterausrüster und weltweit führender Hersteller von Lithografie-Systemen für fortschrittliche Chips, verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Rekordbestellwert von 13,2 Milliarden Euro (ca. 15,8 Milliarden US-Dollar), weit über den Erwartungen der Analysten, die bei 6,32 Milliarden Euro lagen. Dieser starke Auftragsbestand, der von Finanzchef Roger Dassen als „historisch“ bezeichnet wurde, unterstreicht die nach wie vor hohe Nachfrage nach den hochkomplexen Maschinen des Unternehmens, insbesondere im Kontext des weltweiten AI-Booms. Gleichzeitig kündigte ASML eine Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 12 Milliarden Euro an, das bis zum 31. Dezember 2028 umgesetzt werden soll. Die Prognose für das laufende Quartal liegt zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro Umsatz, während die Gesamtumsatzerwartung für 2026 bei 34 bis 39 Milliarden Euro angesiedelt ist – ein Mittelwert, der über den erwarteten 35,1 Milliarden Euro liegt. Dies markiert eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Aussagen, bei denen ein Umsatzrückgang gegenüber 2025 nicht ausgeschlossen war. Die starke Performance wird maßgeblich von der steigenden Nachfrage nach KI-Chips getrieben. Große Kunden wie TSMC, der weltgrößte Chipfertiger, verzeichneten im vierten Quartal 2025 erneut Rekordgewinne, was auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach High-End-Siliziumbausteinen schließen lässt. TSMC nutzt ASML-Maschinen, insbesondere die EUV-Lithografiegeräte, um Chips für Unternehmen wie Nvidia und AMD herzustellen. Zudem herrscht ein globaler Engpass bei Speicherchips, was zu einem massiven Preisanstieg führt. Analysten erwarten, dass Hersteller wie Samsung und SK Hynix in den kommenden Jahren ihre Produktionskapazitäten ausbauen werden – eine Entwicklung, die wiederum die Nachfrage nach ASML-Ausrüstung weiter anheizen dürfte. Parallel zu den positiven Zahlen kündigte ASML jedoch auch strukturelle Veränderungen an: Das Unternehmen wird rund 1.700 Stellen abbauen, vor allem in den Niederlanden, aber auch in den USA. Die Kürzungen sollen aus der Notwendigkeit resultieren, die Arbeitsweise agiler zu gestalten, da Teile des Unternehmens nach Angaben von ASML „zu komplex und weniger flexibel“ geworden seien. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Effizienzinitiative, die auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit stärken soll. Die Aktie von ASML reagierte positiv auf die Zahlen, legte um 7 Prozent zu und ist in diesem Jahr bereits um fast 30 Prozent gestiegen. Die Entwicklung unterstreicht die zentrale Rolle des Unternehmens im globalen Halbleiterökosystem – besonders im Kontext der KI-Revolution. Analysten sehen in ASML weiterhin einen Schlüsselakteur, dessen technologischer Vorsprung und strategische Positionierung die Branche entscheidend prägen werden. Bewertung durch Branchenexperten: ASML gilt als „unverzichtbarer Baustein“ für die Zukunft der Halbleiterindustrie, besonders im KI-Zeitalter. Die starke Nachfrage und die positive 2026-Prognose bestätigen die langfristige Wachstumssicherheit. Die geplanten Stellenkürzungen werden als notwendige, aber riskante Maßnahme bewertet, die die Innovationskraft nicht beeinträchtigen darf. Die Fokussierung auf Effizienz und Agilität ist entscheidend, um den technologischen Vorsprung gegenüber Konkurrenten wie Canon oder Nikon zu halten. Mit einer Marktkapitalisierung von über 400 Milliarden Euro ist ASML nicht nur ein technologischer, sondern auch ein geopolitischer Faktor – besonders im Spannungsfeld zwischen den USA, China und Europa.

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