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CoreWeave sichert Nvidia-A100-Verträge bis 2029

CoreWeave hat Verträge für den Einsatz älterer Nvidia-A100-GPUs bis ins Jahr 2029 verlängert. Dies verdeutlicht, dass Infrastrukturknappheit und Energiebeschränkungen auch neun Jahre nach der Markteinführung der Ampere-Generation wirtschaftliche Tragfähigkeit sichern. Während des Geschäftsberichts zum zweiten Quartal machte der Vorstandsvorsitzende Mike Intrator diese Ankündigung bekannt. CoreWeave verzeichnete einen Quartalsumsatz von 2,58 Milliarden US-Dollar, einem Anstieg von 112 Prozent im Jahresvergleich. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 104 Milliarden US-Dollar, wobei sich die seit Juli gebuchten Zusagen allein auf mehr als 25 Milliarden US-Dollar belaufen. Intrator betonte, dass die Preise für ältere GPU-Generationen auf dem Niveau von Vorjahren oder deutlich darüber liegen. Diese Entwicklung steht im direkten Widerspruch zu jüngsten Marktbedenken hinsichtlich der schnellen Obsoleszenz von KI-Chips. Während im November Vorwürfe gegenüber großen Cloud-Anbietern laut wurden, deren Abschreibungszeiträume für GPUs unrealistisch kurz angesetzt seien, beteuerte die Nvidia-Finanzvorständin Colette Kress, dass die sechs Jahre alten A100-Modelle weiterhin mit voller Auslastung betrieben würden. CoreWeave bestätigt dies durch die verlängerten Verträge, die die ursprünglich von Cloud-Anbietern verteidigten sechsjährigen Abschreibungspläne deutlich übersteigen. Der entscheidende Treiber für die anhaltende Profitabilität der älteren Hardware liegt in den physischen Grenzen der Rechenzentren. Ein luftgekühltes Nvidia-DGX-A100-System verbraucht maximal 6,5 Kilowatt und lässt sich nahtlos in bestehende Hallen mit einer Kapazität von rund 20 Kilowatt pro Rack integrieren. Im Gegensatz dazu benötigen die neuesten Blackwell-Systeme wie die GB200- und GB300-NVL72-Racks 120 bis 140 Kilowatt und erfordern zwingend eine Direct-to-Chip-Flüssigkeitskühlung. Eine Umrüstung der bestehenden Infrastruktur auf die neue Generation wäre mit erheblichen baulichen und elektrischen Investitionen verbunden. Da die energiereiche, luftgekühlte Kapazität keine höherwertige Verwendung findet, stellt die Vermietung der neun Jahre alten Prozessoren eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu stillstehender Infrastruktur dar. CoreWeaves Ausbaupläne unterstreichen die aktuelle Kapazitätsknappheit. Der vertraglich gesicherte Strombedarf belief sich im zweiten Quartal auf 3,7 Gigawatt und stieg in der laufenden Woche auf 4,2 Gigawatt, während aktuell lediglich 1,5 Gigawatt tatsächlich in Betrieb sind. Die Neukundenzusagen decken somit die lieferbare Kapazität bereits annähernd dreifach ab. Der Finanzvorstand Nitin Agrawal wies darauf hin, dass der Anteil der auslaufenden Verträge an der gesamten Flotte überschaubar bleibt und die durchschnittlichen Verkaufspreise für ältere Generationen stabil geblieben sind. Die Ergebnisse belegen, dass die KI-Infrastrukturplanung stärker von physischen Ressourcenbeschränkungen als von reinen Halbleiter-Lebenszyklen bestimmt wird, was langfristige Verträge und Abschreibungsstrategien in der Branche nachhaltig prägen wird.

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