Geoprofessionals verbringen viel Zeit mit Datenmanagement – AI-Anwendung wächst
Geoprofessionals in der Bergbau- und Infrastrukturbranche verbringen durchschnittlich mehr als ein Viertel ihrer Arbeitszeit mit der Verwaltung von Daten – ein Problem, das nach einer neuen Umfrage von Seequent zunehmend durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) adressiert wird. Das 7. Geoprofessionals Data Management Report von Seequent, dem Tochterunternehmen von Bentley Systems, basiert auf einer globalen Befragung von über 1.000 Fachleuten und offenbart erhebliche Herausforderungen bei der Nutzung komplexer, mehrfach quellengestützter Datensätze. Während 80 % der Bergbau-Geoprofessionals die Datenverwaltung als hoch oder kritisch wichtig bewerten, verbringen sie fast ein Drittel ihrer Zeit mit Datenadministration. Gleichzeitig verfügt nur jeder zweite Bergbauunternehmen über einen definierten Datenmanagementrahmen. In der Zivilinfrastruktur liegt die Bedeutung der Datenverwaltung bei 69 %, doch nur 41 % der Unternehmen haben eine etablierte Struktur, und nur 30 % pflegen eine formale Datenkette der Verantwortlichkeit. Die Hauptprobleme liegen in der schlechten Datenqualität, der Integration verschiedener Quellen und dem Fehlen zentraler, verlässlicher Datenbanken – ein „Single Source of Truth“. Diese Lücken behindern die effiziente Nutzung von Daten, obwohl der Wille zur datengestützten Entscheidungsfindung groß ist. Gleichzeitig steigt die KI-Adoption: 51 % der Organisationen nutzen KI bereits oder erwägen es – ein Anstieg von 30 % nur zwei Jahre zuvor. Angela Harvey, Chief Customer Officer bei Seequent, betont: „Daten sind das wertvollste Gut eines Unternehmens. Die Branche ist bereit, diesen Wert zu erschließen – doch die technologische Transformation erfordert robuste Dateninfrastrukturen, damit KI ihre versprochene Effizienz und Nachhaltigkeit liefern kann.“ In der Bergbauindustrie wird Daten als Kernressource für alle Entscheidungsprozesse – von der Exploration bis zur Rückgewinnung – angesehen. Dr. Janina Elliott, Segment Director Mining, weist darauf hin, dass die Branche zwar auf die Datenverwaltung fokussiert ist, aber die Realisierung des vollen Potenzials aus historischen und aktuellen Daten noch aussteht. In der Zivilinfrastruktur sieht Pat McLarin, Segment Director Civil, ein „Datenparadoxon“: Trotz einer hohen Arbeitsbelastung durch Datenmanagement fehlen oft die Grundlagen für nachhaltige digitale Transformation. Viele Fachleute verbringen eine volle Arbeitswoche mit Datenpflege, statt mit Analyse und Planung. Die Ergebnisse unterstreichen, dass der Erfolg von KI und Automatisierung in diesen Branchen nicht allein von der Technologie abhängt, sondern von der Schaffung stabiler, integrierter und standardisierter Dateninfrastrukturen. Seequent positioniert sich als Anbieter von Lösungen für die Untergrundanalyse, die Unternehmen dabei unterstützen, datengestützte Entscheidungen schneller und nachhaltiger zu treffen. Das Unternehmen operiert in über 145 Ländern und ist ein führender Akteur in der Erdwissenschaftstechnologie. Die Branche steht vor einer entscheidenden Wende: Um KI und digitale Innovationen nutzen zu können, müssen die Grundlagen der Datenverwaltung endlich aufgebaut werden. Ohne diese Basis bleibt der Potenzialgewinn aus Daten unerfüllt.
