Immuto Scientific und Universität Wisconsin kooperieren zur Entdeckung neuer Krebsziele
Immuto Scientific aus Cambridge, Massachusetts, und die University of Wisconsin–Madison haben eine Forschungskooperation angekündigt, um die Entdeckung neuartiger Krebsziele voranzutreiben. Ziel des Projekts ist es, durch die Kombination von Immutos innovativer Technologieplattform mit der tiefen wissenschaftlichen Expertise der UW–Madison neue therapeutische Ansätze für verschiedene Krebsarten zu identifizieren. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Identifizierung von Oberflächenproteinen auf Tumorzellen, die bisher unbekannt waren und potenziell als Zielstrukturen für Immuntherapien geeignet sind. Immuto Scientific nutzt eine hochdurchsatzfähige, künstlich intelligente Plattform, die es ermöglicht, seltene und bisher unerkannte Proteine auf der Oberfläche von Zellen zu entdecken. Diese Methode basiert auf einem Ansatz namens „immunoproteomik“, der durch maschinelles Lernen und fortgeschrittene Datenanalyse unterstützt wird. Die Plattform kann gleichzeitig Tausende von Antikörpern testen, um spezifische Bindungsmuster auf Tumorzellen zu identifizieren – ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden, die oft auf bekannten Zielstrukturen beschränkt sind. Die UW–Madison bringt langjährige Erfahrung in der Krebsforschung, insbesondere in der Tumorzellbiologie und Immunologie, sowie Zugang zu umfangreichen biologischen Proben und klinischen Datensätzen ein. Die Forschergruppe unter Leitung von Professorin Dr. Sarah J. H. K. Smith wird die Daten aus Immutos Plattform validieren und biologisch charakterisieren. Besonders im Fokus stehen Tumore, die bisher schlecht ansprechend auf Therapien sind, wie beispielsweise Ovarial-, Pankreas- und Gehirntumore. Die Kooperation ist Teil eines größeren Trends in der biotechnologischen Forschung, bei dem KI-gestützte Ansätze und akademische Partnerschaften zusammenwirken, um die Entdeckung von Therapiezielen zu beschleunigen. Durch die Nutzung von Daten und Technologien aus beiden Partnern hofft das Team, innerhalb von drei Jahren erste klinisch relevante Zielmoleküle zu identifizieren, die in Zukunft in Antikörper- oder Zelltherapien umgesetzt werden könnten. Die Zusammenarbeit ist mit einer anfänglichen Finanzierung von 5 Millionen US-Dollar ausgestattet, die über einen Zeitraum von drei Jahren fließen wird. Die finanzielle Unterstützung wird sowohl für Forschung und Entwicklung als auch für die Infrastruktur und Personalbindung bereitgestellt. Beide Institutionen betonen, dass die Kooperation nicht nur wissenschaftliche Fortschritte, sondern auch die Entwicklung von neuen Technologien und Karrierewegen für junge Wissenschaftler fördern soll. Industrieexperten sehen in der Kooperation eine bedeutende Entwicklung. „Die Kombination aus künstlicher Intelligenz und akademischer Tiefe ist ein Schlüssel für die nächste Generation von Krebstherapien“, sagt Dr. Markus Riedel, Biotechnologie-Experte bei der Berliner Forschungsgesellschaft BioInnovate. „Immuto hat mit seiner Plattform bereits bewiesen, dass sie in der Lage sind, bisher unentdeckte Zielstrukturen aufzuspüren. Die Zusammenarbeit mit der UW–Madison verstärkt dies um ein Vielfaches.“ Immuto Scientific, gegründet 2018, ist ein führendes Biotech-Unternehmen, das sich auf die Entdeckung von Zielmolekülen für Immuntherapien spezialisiert hat. Die University of Wisconsin–Madison gilt als eine der führenden Forschungseinrichtungen in den USA, insbesondere im Bereich der medizinischen und biologischen Wissenschaften. Die Kooperation unterstreicht das wachsende Vertrauen in KI-gestützte Ansätze in der Krebsforschung und könnte den Weg für weitere industrielle und akademische Partnerschaften ebnen.
