Meta-Gründer und Execs attackieren AI-Reels-Neuheit „Vibes“
Tech-Gründer und Unternehmer kritisieren Meta’s neue KI-Funktion „Vibes“ scharf, die kurz nach ihrer Vorstellung auf dem Meta AI-App-Feed neue, künstlich generierte Kurzvideos zeigt. Die Funktion soll Nutzern helfen, kreative Inspiration zu finden und mit den KI-Tools von Meta zu experimentieren, doch viele sehen darin stattdessen eine neue Strategie, Nutzer an sinnloses, oberflächliches Content-Scrolling zu binden. Kritiker bezeichnen die Inhalte als „KI-Slop“ – nutzloses, oberflächliches Material, das die Aufmerksamkeit zersplittert und die Intelligenz der KI verschwendet. Arnaud Bertrand, Mitgründer von HouseTrip, schrieb auf X: „KI sollte Intelligenz entwickeln, statt Milliarden dafür auszugeben, um Katzenvideos zu produzieren, damit wir alle noch dümmer werden.“ Auch andere Tech-Gründer wie Alex Cohen von Hello Patient oder Nikita Bier von X reagierten mit Spott, wobei Bier unter einem Post von Meta’s KI-Chef Alexandr Wang schrieb: „Gebt mir den Slop-Stream.“ Meta-Chef Mark Zuckerberg nannte Vibes eine Vorschau auf zukünftige Produktentwicklungen. Doch viele sehen darin ein Warnsignal: Wie wird KI in Zukunft genutzt? Jake Cooper, Gründer von Railway, warnte: „KI kann ein Partner in der Schaffung sein, aber sie kann auch dazu dienen, dich in eine endlose Flut billigen Mülls zu verstricken. Lassen wir uns für das Erste entscheiden.“ Shyam Sankar, CTO von Palantir, betonte, dass KI nicht für oberflächliche, auffällige, aber bedeutungslose Inhalte genutzt werden sollte, sondern zur Stärkung der Arbeitnehmer und zur Lösung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen. Er zeigte sich ermutigt, dass immer mehr Menschen diese Haltung teilen. Die Vibes-Feeds bestehen aus einer kontinuierlichen Folge kurzer, künstlich generierter Videos – etwa eine Herde Berggeister im Schnee, ein Elefant, der einen Cabrio fährt, oder ein Wikinger, der ein Selfie mit „Bad Medicine“ von Bon Jovi macht. Diese Clips sind surrealistisch, aber ohne tieferen Sinn, Story oder künstlerische Intention. Sie erzeugen ein Gefühl, eine „Vibe“, aber keine Substanz. Obwohl einige KI-Animationen, wie in den Filmen von Harmonie Korrine, künstlerisch anspruchsvoll sein können, ist der Vibes-Feed nicht mehr als ein chaotisches Spektakel ohne Ziel oder Tiefe. Einige Beobachter vermuten, dass der Feed weniger zum Konsum gedacht ist als zur Demonstration der KI-Tools. Vielleicht dient Vibes weniger als Unterhaltungsangebot als als Marketinginstrument, um Nutzer an die Meta AI-App zu gewöhnen. Die eigentliche Funktion liegt in der kostenlosen KI-Videoerstellung, die Nutzer selbst nutzen können. Damit könnte Meta die KI-Technologie nicht für die Massen, sondern für die Akzeptanz und Nutzung in der breiten Öffentlichkeit vermarkten. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Reaktion auf Vibes ist überwiegend negativ. Viele sehen darin eine Verschwendung von Ressourcen, ein Zeichen für die Verzerrung von KI-Zielen hin zu kurzfristiger Nutzerbindung anstatt zu echter Innovation. Dennoch könnte die Funktion letztlich ein Schritt sein, um Nutzer an KI-Tools heranzuführen – auch wenn der Weg dorthin derzeit als „Slop“ erscheint.
