Trump-IA-Czar lehnt staatliche Rettung für KI ab
Venturekapitalist David Sacks, der als künstliche Intelligenz- und Kryptowährungsbeauftragter im Team von Präsident Donald Trump agiert, hat klare Worte zur Finanzierung der KI-Industrie gesprochen. In einem Beitrag auf X (früher Twitter) erklärte er, es werde „keine staatliche Rettung für KI“ geben. Sacks betonte, dass die USA mindestens fünf führende Unternehmen im Bereich vordergründiger KI-Modelle besitze, und fügte hinzu: „Wenn eines scheitert, werden andere seine Stelle einnehmen.“ Seine Aussage folgte auf Äußerungen des CFOs von OpenAI, Sarah Friar, die am Mittwoch vor einem Kongressausschuss gesagt hatte, OpenAI wolle ein Netzwerk aus Private-Equity-Investoren, Banken und einer möglichen staatlichen „Sicherung“ oder „Garantie“ aufbauen, um die Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen zu erleichtern. Friar erklärte später auf LinkedIn, dass ihr Begriff „Backstop“ ihre Aussage missverstanden hatte. Sie betonte, dass es nicht um eine staatliche Rettung gehe, sondern um eine enge Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und Staat, um echte industrielle Kapazitäten in der KI-Technologie aufzubauen. Sie betonte, dass der Fokus auf der Stärkung der amerikanischen technologischen Dominanz liege, die nur durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden könne. Sacks zeigte Verständnis für die grundsätzliche Absicht, jedoch betonte er, dass der Trump-Administrierung die Förderung von Genehmigungsverfahren und Energieerzeugung wichtiger sei als direkte staatliche Finanzhilfen. Ziel sei es, den Aufbau von KI-Infrastruktur zu beschleunigen, ohne die Strompreise für Haushalte zu erhöhen. „Ich gebe der Aussage dennoch den Vorteil des Zweifels – niemand hat wirklich nach einer Rettung gefragt. (Das wäre doch lächerlich.)“, schrieb er. Die Weiße Haus-Pressesprecherin reagierte zunächst nicht auf Anfragen von CNBC. OpenAI verwies auf Friars LinkedIn-Beitrag. Die Debatte spiegelt die zunehmende Spannung zwischen der Notwendigkeit großer Infrastrukturinvestitionen für KI und der politischen Skepsis gegenüber staatlichen Subventionen. Branchenexperten sehen in Sacks’ Ansprache eine klare Linie der Trump-Administration: Förderung durch Marktmechanismen und strukturelle Verbesserungen, nicht durch direkte staatliche Intervention. Sacks, ein erfahrener Investor mit langjähriger Erfahrung bei PayPal und als Mitbegründer von Craft Ventures, gilt als enger Berater Trumps im Tech-Bereich. OpenAI hingegen steht unter Druck, seine Finanzierungsmuster zu stabilisieren, nachdem es mit Elon Musk und anderen Gründern in Spannung geraten ist. Die Debatte um staatliche Unterstützung für KI bleibt ein zentrales Thema in der US-Technologiepolitik, insbesondere angesichts des globalen Wettlaufs um KI-Hegemonie.
